25.-27. Oktober 2019

Die Referenten

Maurizio Biancarelli, Bruno D'Amicis, Luciano Gaudenzio (IT)

Ein Land – Tausend Landschaften
Die Bergwelt Italiens aus der Sicht von L’Altro Versante


Vor etwa fünf Jahren schlossen sich die italienischen Naturfotografen Maurizio Biancarelli, Bruno D'Amicis und Luciano Gaudenzio zusammen, um die italienische Bergwelt zu erkunden und die erste vollständige Dokumentation der Naturlandschaften des Landes zu erstellen. Motiviert von der gemeinsamen Sehnsucht nach Abenteuer und verbunden durch langjährige Erfahrung, haben die drei Fotografen über 100 Fotomissionen an die abgelegensten, ökologisch sensibelsten und unbekanntesten Orte Italiens durchgeführt und dabei eine riesige Auswahl an Bildern und Geschichten gesammelt, um ihr heimisches Naturerbe zu feiern.
In diesen Jahren der fotografischen Arbeit waren sie auf der Suche nach dem besonderen Licht, nach ungewöhnlichen Perspektiven und unbekannten Orten mit dem Ziel, Bilder von klassischer Anmutung und mit zeitlosen Inhalten zu machen. Von den Gletschern des Monte Bianco bis zu den Lavafeldern der sizilianischen Vulkane, von den grenzüberschreitenden Wäldern der Julischen Alpen bis zu den unerforschten Schluchten Kalabriens ist L'Altro Versante eine überraschende und unvergessliche Reise durch das „andere“ Italien, das weitab von Postkartenstereotypen als wahrhaft wildes Land und atemberaubender Hotspot für Biodiversität vorgestellt wird.
Über L’Altro Versante

L‘Altro Versante ist ein Projekt der renommierten italienischen Naturfotografen Maurizio Biancarelli, Luciano Gaudenzio und Bruno D'Amicis. In ihren Lebensläufen finden sich zahlreiche Auszeichnungen in bedeutenden Wettbewerben, Veröffentlichungen in den wichtigsten Medien der Welt, Buch-Publikationen und Auftritte im Fernsehen oder bei öffentlichen Veranstaltungen und Festivals. Sie glauben an die Kraft von Bildern, um ihre Botschaft zu vermitteln, und durch die Arbeit an diesem Projekt wollen sie das Bewusstsein für die einzigartige Natur Italiens und die dringende Notwendigkeit des Lebensraum- und Artenschutzes schärfen. Die Fotografen wurden von einem Fernsehteam unter der Regie von Marco Rossitti begleitet, das eine Reihe von Kurzfilmen produziert hat. Pascale Huitorel hat das gesamte Projekt geleitet, während Andrea Zampatti das Corporate- und Produkt-Design kuratiert hat.

Bruno D’Amicis: www.brunodamicis.com
Luciano Gaudenzio: www.naturalight.it
Maurizio Biancarelli: www.mauriziobiancarelli.net
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Klaus Echle, GDT (DE)

Wildkatzen – Rückkehr in unsere Wälder


Die Rückkehr der Wildkatze in Deutschlands Wälder ist eine Erfolgsgeschichte! Lange galt sie in vielen Gebieten Deutschlands als ausgestorben. Jetzt findet das scheue Tier seinen Weg zurück in die heimischen Wälder und fasziniert Katzenfreunde ebenso wie Naturschutzenthusiasten. Aufgrund ihrer Seltenheit und ihres hohen Schutzstatus wurden Forschungsprojekte und Kampagnen für diese gefährdete Tierart ins Leben gerufen, um mehr über das heimliche Leben der Wildkatze in Deutschland zu erfahren. Klaus Echle konnte das Projekt in Baden-Württemberg von Anfang an in all seinen Facetten fotografisch begleiten.

Über Klaus Echle

Klaus Echle (*1964) ist gelernter Koch, studierter Dipl. Ing. (FH) Forstwissenschaft und arbeitet seit 2002 als Revierleiter (Förster) in Freiburg im Breisgau. Darüber hinaus ist er ein passionierter Tier- und Naturfotograf. Mit seiner Fotografie möchte er Verhaltensweisen, ökologische Zusammenhänge, das Verhältnis von Mensch und Natur, bedrohte Arten und Lebensräume kreativ und künstlerisch darstellen. Die heimische Natur des Schwarzwaldes liegt ihm dabei besonders am Herzen.

http://echle-naturfoto.de

Sebastian Hennigs

KURZVORTRAG:

Andreas Büttner & Christian-Dietrich Morawitz (beide GDT, DE)

Die Lausitz
Ein Paradies auf den zweiten Blick


Die Lausitz ist geprägt von Heidelandschaften, ausgedehnten Kiefernwäldern, Bruchwäldern, Mooren und tausenden von Teichen. Dieser einzigartige Naturraum hat jedoch auch eine dunkle Seite …
Über Andreas Büttner
Alter 31 Jahre

Inmitten von Natur wuchs Andreas in einem Dorf bei Riesa in Sachsen auf. Das Interesse für die Fotografie und Kameratechnik wurde mit der ersten eigenen digitalen Kompaktkamera, die er zum 19. Geburtstag bekam, geweckt. Beim Studium der Elektrotechnik, welches er 2012 abschloss, orientierte er sich bewusst an seiner Vorliebe für Kameratechnik. Seit mehr als sechs Jahren ist er im Bereich der Entwicklung von Industriekameras tätig. Die Landschafts- und Naturfotografie sind ein optimaler Gegenpol zum beruflichen Alltag. Seit einigen Jahren liegt das Hauptaugenmerk der fotografischen Arbeiten auf der Region Lausitz.
Über Christian-Dietrich Morawitz
Alter 28 Jahre

Christian ist in Dresden aufgewachsen. Nach dem Ende der Schulzeit studierte er an der Technischen Universität Dresden im Bereich Geowissenschaften. Heute arbeitet er als Entwicklungsingenieur im Sondermaschinenbau mit der Spezialisierung auf Industriekameras. Das Interesse für Fotografie begann bereits in der Schulzeit im Jahr 2004. Seit einigen Jahren liegt der Schwerpunkt der fotografischen Arbeit im Bereich Wildlife und Natur. Neben einigen Reisen ins Ausland fotografiert er seit etwa fünf Jahren intensiv in der Lausitz.

KURZVORTRAG:

Helmut Weller, GDT (DE)

50 Jahre Naturschutz & Naturfotografie
Mit Naturaufnahmen gegen den weiteren Verlust der Artenvielfalt


Mit einigen kommentierten Aktionsaufnahmen möchte ich versuchen, das Publikum für meine mittlerweile beträchtliche Teile meiner Freizeit in Anspruch nehmende Aufgabenstellung „Naturfotografie für Naturschutz“ zu infizieren. Ich werde Ansätze aufzeigen, wie man mit regionalen und überregionalen Naturschutzorganisationen gut zusammenarbeiten kann, und die Ergebnisse beiden Seiten, schließlich auch der Allgemeinheit zugutekommen können. Eine neutrale Betrachtung, warum die Themen Natur- und Umweltschutz heute wichtiger sind denn je, darf nicht fehlen. Mit einer kurzen Multivision-Show am Ende sollen die Abhängigkeiten „Lebensraum – Pflanze bzw. – Tier“ für Beispiele meiner mittelhessischen Heimat gefühlvoll vermittelt werden.

Über Helmut Weller

Seit mehr als 50 Jahren engagiere ich mich in meiner mittelhessischen Heimat aktiv für mehr Naturschutz, als Vorsitzender von zwei Vogel- und Naturschutzvereinen und als Mitglied diverser Naturschutzorganisationen (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz – HGON, BUND, NABU u.a.). Außerdem arbeite ich eng mit Naturschutzbehörden zusammen. Überall versuche ich, durch „Selbst-Hand-Anlegen“ und mit meinen Naturaufnahmen einen Beitrag zu leisten zum Aufhalten des unbeschreiblichen Artensterbens in unserer Kulturlandschaft (Fachvorträge, Multivisions-Schauen, Ausstellungen, Kalender, Bildlieferungen für Schautafeln, Presseberichte, Fachzeitschriften und mehr). Die Naturfotografie betreibe ich seit 2000 als Vollmitglied der GDT. 


www.blickpunktnatur.de

KURZVORTRAG:

Sarah Böhm, GDT (DE)

Ausgefuchst
Aus dem Leben einer Fuchsfamilie


Schlauer Fuchs, listiger Räuber – dem Rotfuchs wird vieles nachgesagt. Mit viel Geduld erhält man als Fotograf Einblicke in das Familienleben der Tiere, sei es bei den scheuen Landfüchsen oder den Stadtfüchsen.
Über Sarah Böhm

Mein Name ist Sarah Böhm, geboren wurde ich 1989 in Frankfurt (Oder). Derzeit arbeite ich als amtliche Tierärztin im Bereich Tierschutz in Neuruppin. Als Ausgleich zum Studium habe ich neben meinen Hobbys – Reiten, Zeichnen und Mineraliensuche – die Fotografie für mich entdeckt. Im Laufe der Zeit fesselte mich die Fotografie und wurde ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, den ich mir nun nicht mehr wegdenken kann. Dabei genieße ich stets die Ruhe der Natur, um aus ihr die Kraft für das oftmals recht stressige Arbeitsleben zu schöpfen.

www.sarahboehm.de

Jan van der Greef, GDT (NL)

Jenseits des Einsseins
Ein Brückenschlag zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren


In Momenten der Ehrfurcht vor der Natur werden Zeit und Raum bedeutungslos und weichen einem Gefühl von Mystik und Magie. Ein Gefühl der Verbundenheit, das mit Worten nicht zu beschreiben ist, jenseits des Einsseins. Die Naturfotografie öffnet ein Tor, um diese andere Welt zu erforschen.
Über Jan van der Greef

Jan van der Greef ist international bekannt als innovativer Wissenschaftler, Autor und leidenschaftlicher Naturfotograf. Seine naturfotografische Ästhetik, die sich durch eine Mischung aus figurativen, impressionistischen und abstrakten Ansätzen auszeichnet, wird hoch gelobt. Jans Bilder vermitteln das Gefühl einer Verbundenheit in unserem Universum, das Einssein. Das ist die Essenz seiner Fotografie wie auch seiner systembiologischen Forschung. Mehrfach wurde er bei den renommiertesten internationalen Fotowettbewerben ausgezeichnet, u.a. bei Wildlife Photographer of the Year und GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres.

www.janvandergreef.com

Jon A. Juárez, GDT (ES/DE)

Grenzen überwinden 
Eine Geschichte über Füchse, Flüchtlinge und Fotografie


Stanko warf mit Steinen nach den Füchsen, wo immer er sie auf dem Gelände der alten Kaserne in Berlin fand, in der er seit seiner Ankunft in Deutschland im Jahr 2016 lebt. Zusammen mit anderen Kindern lief er schreiend hinter ihnen her, um sie zu verjagen. Drei Jahre später jagt er sie noch immer, aber sein Ziel ist inzwischen ein anderes: Er hat jetzt ein Handy in der Hand, beobachtet sie schweigend und macht Bilder von ihnen. Das Herz der Kaserne zeigt eine kleine Gruppe von Flüchtlingskindern, die gelernt haben, Tiere in der Stadt zu lieben und zu respektieren, dank eines sehr wirkungsvollen Integrationswerkzeugs: der Fotografie.
Über Jon A. Juárez

Jon Juárez ist ein in Berlin lebender Naturfotograf mit großem Interesse an der Interaktion zwischen Menschen und Tieren. Er arbeitet als Sporterzieher für Flüchtlingskinder. Nach seinem Abschluss in Biologie im Jahr 2011, zog er nach Berlin, wo er sich als Fotograf weiter entwickelte und schließlich Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturfotografen (GDT) wurde. Juárez organisiert derzeit Workshops für Naturfotografie und Umweltschutz für Kinder und Erwachsene. Jedes Jahr engagiert er sich als freiwilliger Helfer auf dem Festival in Lünen, und er ist einer der Organisatoren des spanischen Festivals MontPhoto. Im Laufe der Jahre stellte Juárez seine Arbeiten auf Ausstellungen in Deutschland und Spanien aus.

www.joanjuga.com

Ugo Mellone (IT/ES)

Jenseits des Alpenglühens
Naturschutz-Storys aus Patagonien


Dank seiner majestätischen Landschaften gehört Patagonien zu den beliebtesten Reisezielen unter Naturfotografen. Mein Vortrag konzentriert sich jedoch überwiegend auf zwei endemische Tierarten, die in dieser Region leben – den Goldscheiteltaucher und den Südandenhirsch. Ihre faszinierende Biologie ist dabei ebenso Thema wie die Vorstellung verschiedener Projekte, die sich dem dringend benötigten Schutz dieser stark gefährdeten Arten widmen.
Über Ugo Mellone

Ugo Mellone wurde 1983 in Italien geboren und lebt heute in Spanien. Seine Promotion im Fach Verhaltensökologie beschäftigte sich mit dem Zugverhalten von Greifvögeln, das er mittels Satellitentelemetrie studieren konnte. Zurzeit arbeitet er als freiberuflicher Naturfotograf, wobei umweltrelevante Themen ihm besonders am Herzen liegen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Umweltschützern dokumentiert er bedrohte Arten und Lebensräume, um auf ihren Schutzbedarf aufmerksam zu machen. Außerdem arbeitet Ugo Mellone auch regelmäßig für Tierfilm-Produktionen. Seine Beiträge wurden in zahlreichen Magazinen veröffentlicht, darunter National Geographic, Terre Sauvage, BBC Wildlife und Audubon. 2015 wurde er Kategoriesieger im Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year.

www.wildphoto.it

Peter Cairns (GB)

Scotland: The Big Picture
Eine Reise zurück zur Natur


Es ist leicht, sich von der rauen Schönheit der schottischen Landschaft verzaubern zu lassen, doch in Wirklichkeit ist die Natur dieses Landes weitgehend erschöpft. Die großen Beutegreifer sind verschwunden, die Böden ausgelaugt und auf Millionen von Hektar bieten nur karge, baumlose Moore Lebensraum für einige wenige Arten. Doch das müsste nicht so sein. Ganz langsam entwickelt sich eine mutige Vision für die Zukunft – sie heißt Renaturierung. Peter Cairns zeigt die Schönheit und die Dramatik Schottlands, stellt aber auch die wichtige Frage: Wie soll Schottland in Zukunft aussehen?
Über Peter Cairns

Peter Cairns ist Naturfotograf und Filmemacher mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Er ist Mitbegründer von medial unterstützten Naturschutzprojekten wie Tooth & Claw, Wild Wonders of Europe, 2020VISION und zurzeit Direktor von SCOTLAND: The Big Picture, einem Sozialunternehmen, das sich auf vielfältige Weise dafür einsetzt, das Potenzial eines wilden Schottlands zu vermitteln. Peter ist Vorstandsmitglied von Trees for Life und Senior Fellow der International League of Conservation Photographers.

www.petercairnsphotography.com

RAX - Ragnar Axelsson (IS)

Arktis – Von Gletschern und Menschen


In diesem Vortrag möchte ich mein Projekt Glacier vorstellen, das sich der unvergleichlichen Schönheit der isländischen Gletscher widmet, dabei aber auch auf die von Menschen verursachten Bedrohungen dieser fragilen Welt aus Eis aufzeigt. Daneben werde ich von den Bewohnern der Arktis erzählen, von Jägern, Fischern und Bauern, die eine Existenz am Rande des klimatisch Möglichen führen.

Über Ragnar Axelsson

Ragnar Axelsson (*1958), oder Rax, wie sein Künstlername lautet, ist ein isländischer Fotojournalist, der sich während der letzten 30 Jahre intensiv damit beschäftigt hat, Menschen und Landschaften in einigen der abgelegensten und isoliertesten Regionen der Arktis zu fotografieren, darunter Island, Grönland und Sibirien. Seine Bilder erschienen in zahlreichen namhaften Publikationen wie LIFE, Newsweek, GEO, National Geographic, Stern und Time. Er hat sechs Bücher veröffentlicht, zuletzt Faces of the North, das 2016 den isländischen Buchpreis gewonnen hat. Neben vielen Auszeichnungen für seine fotografische Arbeit ist er Träger des Falkenordens, Ritterkreuz, dem nationalen isländischen Verdienstorden.

https://rax.is

GDT Regionalgruppe 8 Württemberg-Bayern

Wilde Alb – Naturschätze zwischen Felsen, Höhlen und Wasserfällen


Eine einzigartige Kulturlandschaft, die seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet: die Schwäbische Alb, ein Mittelgebirge im Herzen von Baden-Württemberg.
Wilde Alb

ist ein Projekt der GDT-Regionalgruppe Württemberg-Bayern und hat das Ziel, die Schönheit der Natur der Schwäbischen Alb in einer frischen und kreativen Bildsprache zu zeigen. Über drei Jahre waren die Mitglieder unterwegs, um ausschließlich neues Bildmaterial für diese Show, das Buch und die Ausstellung zu fotografieren.

https://rg8.gdtfoto.de/
Carlton Ward Jr by Mac Stone

Sergey Gorshkov, GDT (RU)

Wrangel Island


In meinem Vortrag werde ich den wichtigsten Teil meines Arktis-Projekts vorstellen, die Wrangel-Insel, eines der am schwersten zu erreichenden Naturreservate der Welt. Dorthin gelangt man im Winter mit dem Helikopter, im kurzen arktischen Sommer mit dem Eisbrecher. Bei meinem ersten Besuch 2010 hatte ich das Gefühl, einen fremden Planeten zu betreten: 7.600 km2 quasi menschenleere Wildnis, Eisbären, Rentiere und Moschusochsen, riesige Kolonien von Schneegänsen, und – vor allem in guten Lemmingjahren – unzählige Schneeeulen und Polarfüchse. Die jahrelangen Vorbereitungen hatten sich gelohnt – ich war in einem Paradies für Naturfotografen angekommen.
Über Sergey Gorshkov

Sergey Gorshkov wurde in einem abgelegenen Dorf in Sibirien geboren. „Heute mag es seltsam klingen, aber als ich aufwuchs, hatten wir keinen Fernseher im Haus, und ich verbrachte die meiste Zeit in der Natur – es war meine einzige Unterhaltung.“. Jahre später entdeckte Gorshkov seine Begeisterung für die Naturfotografie. Er verkaufte sein Unternehmen und wurde professioneller Naturfotograf. „Ich habe immer nach der Trial-and-Error-Methode gearbeitet; dabei sind mir natürlich auch Fehler unterlaufen, aber ich habe gelernt, sie zu analysieren und neue Erkenntnisse zu gewinnen.“ Inzwischen hat Gorshkov sechs Bildbände veröffentlicht, und seine Beiträge erscheinen weltweit in namhaften Fotomagazinen, darunter National Geographic. Seine Bilder wurden in internationalen Wettbewerben ausgezeichnet – alleine siebenmal beim Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year, und bereits zweimal erhielt er den Titel Russischer Naturfotograf des Jahres.

http://www.facebook.com/gorshkov.photo

Wenche Dahle (NO)

Im Licht eines Meeres


Dieser Vortrag ist eine melancholische Reise durch die Natur und das Leben. Ein Weg voller Herausforderungen, von Ängsten begleitet. Erst, wenn man die Balance findet auf der Suche nach Schönheit, wenn man anfängt, mit der Kreativität zu spielen, tragen uns unsere Träume davon. Dann spüren wir die Stille, und die Hoffnung kehrt zurück …
Über Wenche

Dahle Wenche wurde 1969 in Flatanger geboren, einem kleinen Dorf an der norwegischen Küste. Dort lebt sie noch heute mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen. Sie ist gelernte Krankenschwester und hat einen Bachelor in Ästhetik. 2014 hielt sie ihre erste Kamera in den Händen – sie sollte ein guter Freund werden. Ihre Bilder, oft vielschichtig und geheimnisvoll, fanden großen Anklang in Norwegen und anderen europäischen Ländern. 2017 wurde sie Mitglied von NN, der norwegischen Naturfotografen-Vereinigung.

www.wenchedahle.no

Jasper Doest (NL)

Ein Hund macht einen Unterschied 
Von der Macht des Geschichtenerzählens


Nachdem ich ursprünglich als Naturfotograf begonnen habe, arbeite ich heute an der Schnittstelle zwischen Mensch und Natur und entwerfe visuelle Geschichten, die einen Einblick in das nicht-menschliche Leben geben, mit dem wir uns diesen Planeten teilen. Ein Hund macht einen Unterschied ist eine sehr persönliche Geschichte darüber, wie die Fotografie mein Leben ebenso verändert hat, wie das Leben meine Fotografie.
Über Jasper Doest

Als ausgebildeter Ökologe weiß der niederländische Fotograf Jasper Doest, dass das menschliche Leben von allem abhängt, was unser Planet zu bieten hat, und er ist sich des ungezügelten und nicht nachhaltigen Konsumverhaltens unserer Gegenwart durchaus bewusst. Durch seine fotografische Arbeit gibt er der Umwelt eine Stimme und versucht, die Lücke zwischen der natürlichen Welt und uns selbst zu schließen.

Jasper Doest ist zutiefst überzeugt davon, dass Fotografie die Macht hat, Dinge zu verändern. Davon zeugt auch sein Engagement für die International League of Conservation Photographers und den niederländischen World Wildlife Fund, den er als Botschafter vertritt. Seine Arbeiten wurden in internationalen Magazinen wie National Geographic, Smithsonian Magazine und GEO veröffentlicht und in zahlreiche Wettbewerben ausgezeichnet, darunter World Press Photo und Wildlife Photographer of the Year.

www.jasperdoest.com

Csaba Daróczi (HU)

Gefundene und erfundene Fotos
Wenn du kein Glück hast, sei kreativ!


Je öfter man sich in der Natur aufhält, desto mehr erhöht sich die Chance, besondere Momente zu erleben, und mit etwas Glück kann man sie im Bild festhalten. Wenn man, wie ich, nur wenig Zeit zum Fotografieren hat, muss man dem Glück manchmal etwas nachhelfen und kreativ werden, um besondere Bilder zu machen. Die wichtigste Eigenschaft eines besonderen Bildes ist in meinen Augen, dass man es nicht wiederholen kann – es muss einzigartig sein. Viele meiner Bilder sind im Vorfeld in meinem Kopf entstanden, und wenn ich dann in der Natur bin, hoffe ich, meine Ideen auch umsetzen zu können. Die Zutaten für meine Fotografie sind also Glück und Kreativität.
Über Csaba Daróczi

Csaba Daróczi lebt mit seiner Familie in Soltvadkert, einer Kleinstadt in Ungarn. Dort arbeitet er seit 26 Jahren als Sport- und Geografielehrer. Der Besuch einer Ausstellung mit Naturbildern im Jahr 1992 inspirierte ihn, sich mit Naturfotografie zu beschäftigen. Ganz in der Nähe seines Wohnortes liegt der Kiskunság Nationalpark, wo er seine Motive findet. Bis 2004 hat er auf Film fotografiert, seitdem benutze er ein Nikon-Digitalsystem.

www.daroczicsaba.hu

Stefan Christmann, GDT (DE)

Pinguinliebe


Ohne die Liebe wäre das Meereis der Atka-Bucht während des antarktischen Winters ein einsamer und trostloser Ort. Doch Jahr für Jahr sammeln sich hier Tausende von Kaiserpinguinen, um in einem der unwirtlichsten Lebensräume der Erde die Aufzucht ihrer Jungen zu meistern. Möglich wird dieses schier aussichtslose Unterfangen nur durch die tiefe und einzigartige Verbindung der Tiere untereinander – die Pinguinliebe. Nachdem Stefan Christmann bereits 2012 in der Antarktis überwintert und fotografiert hat, ist er 2017 als Mitglied eines BBC-Filmteams dorthin zurückgekehrt. Dieses Mal zeigt er uns seine ganz persönliche und emotionale Sicht auf eines der größten Naturschauspiele unseres Planeten.
Über Stefan Christmann

Zur Fotografie kam Stefan durch einen Schüleraustausch in den USA, auf dem er feststellte, dass eine digitale Kompaktkamera nicht ausreichte, um seine Bildideen umzusetzen. Als er 2012 nach seinem Studium die Möglichkeit bekam, als Forscher in der Antarktis zu überwintern, nutzte er jede freie Minute, um das Leben der Kaiserpinguine zu fotografieren. Sein einzigartiges Portfolio sicherte ihm daraufhin einen Job als Expeditionsfotograf und Kameraassistent in einem Filmteam der BBC, das 2017 einen Dokumentarfilm über das harte Leben dieser besonderen Vögel drehte und damit weltweit Millionen von Menschen begeisterte.

www.nature-in-focus.de