GDT Jugendgruppe

Die Planungen der Jugendgruppe für dieses Jahr sind weit fortgeschritten und es steht einiges auf dem Plan. Neben dem alljährlichen Treffen in Lünen wird aktuell über ein weiteres Treffen nachgedacht, bei dem das aktive Fotografieren im Vordergrund stehen wird. In der Vergangenheit ist es aufgrund der großen Entfernungen noch nicht realisiert, was sich jetzt allerdings ändern soll. Der Grundgedanke dabei ist, dass die jüngeren Mitglieder von dem Wissen der älteren profitieren.

Des Weiteren haben wir vor mit verschiedenen Magazinen zusammenzuarbeiten. Im August wird ein erster Artikel der Jugendgruppe in der Zeitschrift „Naturfoto“ erscheinen. Weitere Berichte wurden uns in Aussicht gestellt und werden hoffentlich im Laufe des Jahres genauere Formen annehmen.

Und last but not least werden Lukas Steigerwald und ich am 26.April unseren Vortrag „Eine neue Generation Fotografen“ auf den 14. Internationalen Laupheimer Fototagen präsentieren.

Wer regelmäßig eine bunte Mischung unserer Bilder zu sehen bekommen möchte, ist übrigens gerne dazu eingeladen uns auf Facebook zu folgen: https://www.facebook.com/gdtjugendgruppe

Jan Piecha

Wechsel der Jugendgruppenleitung

Die wichtigste Neuerung der GDT Jugendgruppe wurde in Lünen beschlossen. Radomir Jakubowski gab im Alter von 27 Jahren seinen Rücktritt bekannt, da er mittlerweile zu alt für die Jugendgruppe geworden ist. Zum Ende des Jahres 2014 übernehmen seine Nachfolge Hermann Hirsch und Jan Piecha.

Vorträge

Die GDTj wurde von der ZPFP (Vereinigung polnischer Naturfotografen) eingeladen ihren Vortrag auf ihrem Naturfotografenfestival in Warschau zu halten. Anlässlich des 10 Jährigen Jubiläums wird Radomir Jakubowski den Vortrag am 23. November in Warschau präsentieren. Außerdem durften wir unseren Vortrag auf den ISO2014 (Saarländische Fototage) präsentieren. Im Rahmen eines Vortragsprogramms, das sonst von Peoplefotografie geprägt war, war die Jugendgruppe für den Anteil der Naturfotografien zuständig.

Lünen

In diesem Jahr war die Beteiligung der Jugendgruppe am Internationalen Naturfotofestival in Lünen besonders groß. Es waren über 25 Nachwuchsfotografen vor Ort, um sich kennenzulernen, auszutauschen und die Vorträge zu genießen. Die rege Beteiligung ist sicherlich auch auf die hohe Anzahl neuer Mitglieder und den guten Austausch untereinander zurückzuführen, was für uns natürlich beides sehr erfreulich ist. 


Obwohl viele von uns sich vorher noch nicht persönlich kennengelernt hatten, war die Stimmung von Anfang an super. Jedes Jahr treffen neue junge Fotografen aufeinander und die Gemeinschaft wächst und wächst. Nach dem anfänglichen Treffen ging es am Freitagabend mal wieder in die Stadt, um etwas zu essen. Mittlerweile hat es sich zu einer Art Ritual entwickelt in die Innenstadt Lünens zu schlendern und dort gemütlich zusammen zu sitzen. Die Stimmung dabei war wie immer gut und es wurde viel gelacht. Danach ging es ab zu den Autos, um zur Ökologiestation etwas außerhalb zu fahren, wo wir auch seit Jahren übernachten. Natürlich kam auch in diesem Jahr der Schlaf wieder etwas kurz, wurde aber durch jede Menge Spaß kompensiert. Beim ein oder anderen Bierchen wurden Geschichten erzählt, Fragen gestellt und neue Projektideen ins Leben gerufen. Am Ende des Wochenendes waren sich alte und neue Mitglieder einig, dass das Wochenende in Lünen mal wieder genauso genial, wie auch viel zu kurz war.

Webseite der GDT Jugendgruppe

http://www.gdtfoto.de/jugendgruppe

Wir möchten Sie hiermit gerne auf die Internetseite der GDT Jugendgruppe einladen. Unsere Gruppe wurde 2009 gegründet und umfasst alle bis 26-jährigen Voll- und Fördermitglieder der GDT. Unser Ziel ist es ambitionierte jugendliche Naturfotografen zu fördern und ihnen den Anschluss an die GDT zu ermöglichen, indem wir uns gemeinsam austauschen, interne Monatskritiken durch erfahrene GDT Mitglieder oder auch gemeinsame Ausflüge organisieren. Dabei versuchen wir uns dem fotografischen Niveau der GDT sukzessive anzunähern. Innerhalb der Jugendgruppe haben wir daher schon einige Mitglieder, die bei den größten renommierten Naturfotografie-Wettbewerben Europas erfolgreich waren.

Interessierte Jugendliche möchten wir an dieser Stelle dazu ermutigen sich auf unsere Seite umzusehen und mit uns in Kontakt zu treten. Wir freuen uns immer auf Gleichgesinnte zu treffen und gemeinsam nicht nur gute Naturfotos zu machen sondern auch die ethischen Verpflichtungen im Umgang mit der Natur an möglichst viele möglichst früh weiterzugeben.

Ein Bericht der GDT- Jugendgruppe

Die GDT Jugendgruppe erfreut sich eines immer größeren Zuwachses, sodass scheinbar nicht nur das Interesse der jungen Menschen an der Naturfotografie stetig steigend ist, sondern auch die Mitgliederzahlen der Jugendgruppe. Nachdem die holländische Vereinigung NVN eine Jugendgruppe gegründet hat, haben wir Kontakt mit dieser aufgenommen um auch einen länderübergreifenden Austausch der Jugend zu ermöglichen. Wir haben eine gemeinsame Exkursion nach Zingst organisiert, an der die Jugendgruppenmitglieder kostenfrei teilnehmen konnten. Einen von Sven Hermann verfassten Reisebericht finden Sie im Anschluss. Doch auch in Lünen haben wir uns gemeinsam getroffen. Hier haben wir gemeinsam in der Ökologiestation der Stadt Lünen genächtigt, gelacht und gequatscht bis spät in die Nacht. Natürlich genossen wir genau wie die „Alten“ die Vorträge tagsüber und die fast familiäre Atmosphäre des Festivals.

Ostseeurlaub der jungen Wilden (Autor: Sven Hermann)

Sachte liegen die Wellen auf einer ruhigen See und umspülen leis-rauschend den weißen, feinen Sand vor dem Deich. Ein beständiger aber angenehmer Wind weht aus Norden. Er ist frisch und schmeckt leicht salzig auf der Zunge, das unverkennbare Merkmal des Meeres. Jetzt im Spätsommer fühlen sich die letzten Sonnenstrahlen hier oben an der Ostsee noch einmal besonders angenehm auf der Haut an. Was könnte es da Schöneres geben, als nach einem gemütlichen Frühstücksbrunch den Tag im Strandkorb zu verbringen, samt einem guten Buch in der Hand sowie einem Gläschen Rotwein an der Seite?
5:00 Uhr der Wecker schrillt grell und reißt mich abrupt aus meinen Träumen. Ja wir sind tatsächlich an der Ostsee, genauer gesagt im Ostseeheilbad Zingst! Ein richtig schönes Ferienhäuschen haben wir dort gestellt bekommen. Auf drei Etagen, mit flauschigen Betten und einem Kamin gar. Wir, das sind einige Mitglieder der GDT Jugendgruppe - Hermann Hirsch, Moritz Kaufmann, Kevin Winterhoff, Julian Schneider, Annabella Wolf und ich (Sven Herrmann). Aus allen Ecken des Landes sind wir hier her gereist, zum Teil mit erheblicher Anfahrt. Und dann stehen wir noch halb in der Nacht auf, um uns nach einem schnellen Frühstück rein zum Zweck der Nahrungszufuhr, mit schwerem Rucksack bepackt und zu Fuß zum Darßer Strand zu kämpfen. Was treibt sechs junge Menschen zu diesem Martyrium, hier inmitten einer Wellnessoase? Es ist die Begeisterung für die Fotografie, die Liebe zur Natur und die Faszination des gemeinsamen Unternehmens. All das lässt sich im Zuge unseres Jugendgruppenausfluges nach Zingst hautnah erleben.
Es dauert nicht lange auf unserem Weg durch den dunklen Wald, da nehmen einige von uns bereits die erste Fährte auf - "Riecht ihr das? Wildgeruch ist in der Luft!". Mit dem Einsetzen der Dämmerung durchbrechen wir die Waldgrenze und blicken über das Darßer Hinterland, welches aus kleinen Sanddünen mit Schilfbewuchs besteht. Und tatsächlich - dort inmitten des Röhrichts bewegt sich ein stolzes Geweih gemächlich voran. Kurz darauf beäugt uns neugierig unser erster Rothirsch des Tages. Wir haben kaum Zeit die Kameras in Position zu bringen, da verliert das Objekt der Begierde auch schon wieder das Interesse an uns und schlendert gemächlich von dannen. Seis drum, das Licht war sowieso noch nicht gut! Wir sollten noch weitere Begegnungen mit diesen stolzen Tieren bekommen. Mit dem Aufgehen der Sonne am bewölkten Horizont fängt der Himmel an violett zu leuchten und löst bei einem der Hirschbullen wahre Adrenalinschübe aus, die sicherlich auch über die Anwesenheit der Hirschkühe zu erklären gewesen wären. Wie verrückt rennt der junge Wilde unterhalb der Düne entlang, macht immer wieder einige Abstecher nach oben. Doch auf den Dünenkamm vor den leuchtenden Morgenhimmel mag er einfach nicht gehen. Wir fiebern die ganze Zeit über mit, keiner lässt den Hirsch mehr aus den Augen und jeder hofft, dass er doch endlich in die ersehnte Position für das Bild der Bilder gehen möge. Es kommt natürlich wie es kommen musste und der Hirsch steht immer einen halben Meter am falschen Fleck, bevor das Morgenrot auch schon wieder genauso schnell verflogen ist wie es gekommen war. Während der eine junge Wilde sich weiter seinem Brunftgeschehen hingibt, klagen die sechs anderen jungen Wilden am Darß über den unkooperativen Hirsch und schultern ihre Kamerarucksäcke um sich auf den weiteren erlebnisreichen Weg zu machen.
Wäre es nur die Hirschbrunft gewesen, welche uns der Darß geboten hätte, so wäre das Naturerlebnis zwar sensationell, die Bildausbeute aber doch sehr bescheiden geblieben. Zum Glück gab es ja noch die Küstenvögel und bei diesen liefen unsere Kameras endlich heiß. Denn hier wollten wir uns nicht mehr mit unkooperativen Fotoobjekten abfinden und investierten die eingepackten Frühstücksbrötchen und Müsliriegel als Bestechung für ein ausgedehntes Strandshooting mit Frau Möwe und Herrn Krähe. Mit leerem Magen, aber glücklich über das Erlebte und die vollen Speicherkarten machten wir uns zurück zu unserem Luxus-Basislager.
Wieder ist es 5:00 in der Früh und wieder hämmert mich mein Wecker aus den Träumen. Dunkel kann ich mich noch daran erinnern, dass wir Tags zuvor nach dem Fotografieren sogar noch eine große Fotoausstellung besucht haben, die "heartbeat of nature". Während dem gemütlichen Zusammensitzen beim Feierabendbier lief Boxen und Klitschko klopfte seinem Herausforderer den Schädel wund. Meiner tut gerade nicht minder weh, aber es hilft ja nichts. Heute steht noch der Zug der Kraniche auf dem Programm und dafür müssen wir bei Sonnenaufgang am Günzer See sein - eine ganz sichere Nummer um Kraniche vor die Linse zu bekommen, da diese hier per Ablenkfütterung von den Feldern fern gehalten werden. Das Zusammenpacken der Ausrüstung läuft routiniert, die Straßen sind leer und so fahren wir rechtzeitig mit dem Morgengrauen am Günzer See vor, wo sich bereits ein Heer aus Fotografen eingefunden hat. Dicht an dicht stehen die Stative und wir reihen uns zunächst mit in die Front ein. Schnell wird jedem von uns jedoch klar, dass wir hier keine besonderen Bilder machen werden und so ziehen wir bereits kurz darauf mobil mit dem Auto umher um "im Feld" also genauer gesagt über die Felder robbend einige tolle Kranichaufnahmen zu machen, die wir so ganz sicherlich nicht am Günzer See bekommen hätten. Schnell ist auch dieser gemeinsame Tag wieder verflogen und das Abenteuer unserer Zingstreise vorrüber.
Für jeden von uns war die Zeit in Zingst eine Bereicherung. Nicht nur, dass es viele tolle Fotos, Naturerlebnisse und Erinnerungen gab, sondern vor allem brachte diese Reise auch wieder Gleichgesinnte zusammen und ermöglichte den Mitgliedern der Jugendgruppe das gemeinsame Ausleben ihrer großen Leidenschaft, die Naturfotografie. Alte Freundschaften wurden gefestigt und neue geknüpft, man lernte sich besser kennen oder sah sich zum ersten Mal. Und somit hatte unsere gemeinsame Reise am Ende nicht nur schöne Momente gebracht, sondern war auch Bereicherung für das ganze Leben.

Gruppenleiter:

Jan Piecha
Marienplatz 2
85354 Freising
Fon: +49 (0) 8161 . 807 99 48
Mobil: +49 (0) 151 . 58 53 18 61
gdtjugendgruppe@gmail.com

Florian Smit
Hagenstraße 10
30161 Hannover
Fon: +49 (0) 4791 309 54 62 
Mobil: +49 (0) 178 234 12 95 
info@floriansmit.com