27.-29. Oktober 2017

Die Referenten

(in der Reihenfolge des Programms)

Neil McIntyre (SCO)

Neil_McIntyre_Portrait

Das rote Eichhörnchen: Eine Zukunft im Wald

Seit mehr als 20 Jahren fotografiert Neil McIntyre dieses charismatische, kleine Tier. Sein Vortrag zeigt viele einzigartige Bilder aus der geheimen Welt der Eichhörnchen und ihrem kostbaren Lebensraum im Wald, Bilder aus den letzten 20 Jahren, die ihr Leben dokumentieren.

Über Neil
Neil McIntyre (51) ist hauptberuflicher Naturfotograf, der seit über 30 Jahren im schottischen Cairngorms National Park beheimatet ist. Sein fotografischer Schwerpunkt liegt bei typisch schottischen Arten, wie z. B. rote Eichhörnchen, Haubenmeisen und Rotwild.

Neils Bilder werden in Wettbewerben wie "Naturfotograf des Jahres" immer wieder ausgezeichnet und platziert. Zuletzt arbeitete er für die BBC und trat in der erfolgreichen BBC-Serie Highlands: Scotland’s Wild Heart von Mara Media auf.

Sein gerade beendetes Langzeitprojekt über rote Eichhörnchen schließt mit dem Erscheinen eines Bildbandes ab, der jetzt verfügbar ist: The Red Squirrel: A Future In The Forest.
Neils letzter Besuch bei der GDT liegt bereits 20 Jahre zurück.

www.neilmcintyre.com
Neil_McIntyre

Laurie Campbell (SCO)

Laurie_Campbell

Die Rückkehr der Otter


Dies ist ein sehr persönlicher Bericht über die lebenslange Verbindung eines Naturfotografen mit einem Flusssystem der Scottish Borders, wo er beobachten und mit der Kamera dokumentieren konnte, wie nach und nach der Fischotter (Lutra lutra) wieder an Orten auftauchte, von denen er lange verschwunden war.

Es ist eine durch und durch positive Geschichte aus dem Umweltschutz, die auch über eine Vielzahl anderer Bewohner desselben Habitats berichtet, und wie sie alle mit einander verbunden sind.

Als Vergleich dazu wird auch über die jahrelangen Erfahrungen beim Fotografieren von Ottern an der Westküste der schottischen Highlands berichtet.
Über Laurie
Als autodidaktischer Naturforscher und einer der bekanntesten Naturfotografen Schottlands wurde Laurie Campbell 2014 bei den Nature of Scotland Awards der britischen Umweltschutzorganisation RSPB mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nach seinem Abschluss in Fotografie an der Napier University in Edinburgh begann Laurie Campbell 1985 seine Laufbahn als Schottlands erster freischaffender Profi-Naturfotograf in Vollzeit. Seit nun mehr als 35 Jahren widmet er seine fotografische Arbeit der unvergleichlichen Flora und Fauna Schottlands.

www.lauriecampbell.com
Laurie_Campbell_Portrait

Britta Jaschinski (DE/GB)

Britta_Jaschinski

CRIMES - Natur oder Konsumware?


Teil 1
Mit erschreckender Geschwindigkeit verschwinden immer mehr Arten. Aber wohin verschwinden sie? Und was geschieht mit ihnen? Ein Elefantenbein oder Nashornfuß ist doch für niemanden von Nutzen außer für das Tier selbst. Auf der Suche nach Antworten hat Britta Jaschinski Grenzen und Flughäfen aufgesucht, um zu dokumentieren, was so manch einer versucht zu schmuggeln. Beim Anblick der Menge der illegal gehandelten Tiere und Tierteile sagt sie: "Es ist unfassbar und eine todernste Angelegenheit."
Teil 2
Britta Jaschinski ist Mitbegründerin von PHOTOGRAPHERS AGAINST WILDLIFE CRIMES ®, einer neuen internationalen Kampagne die für das Ende des Wildtierhandels mit den Mitteln der Fotografie kämpft. Im zweiten Teil des Vortrages erzählt sie davon, wie die Kampagne entstand und stellt ihre Mission und Ziele vor.
Über Britta
Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sich die deutsche Naturfotojournalistin Britta Jaschinski mit der Dokumentation der gebrochenen Leben von Wildtieren in Gefangenschaft. Ihre Bilder spiegeln das geheime Wesen der abgelichteten Tiere und ihre Individualität wieder, die sie mit nahezu andächtiger Faszination festhält, zeigen aber auch die Einsamkeit, Entfremdung und Deplatzierung.

Britta Jaschinski arbeitet hauptberuflich als Fotografin in London mit einer weiten Bandbreite an Themen, aber ihr leidenschaftliches Interesse für den Tierschutz führt sie um die ganze Welt, wo sie leidvolle Tiergeschichten aufdeckt, die sonst unerzählt blieben.

Ihre Arbeiten werden überall auf der Welt publiziert und ausgestellt, u.a. in mehr als 25 Einzelausstellungen, und sind begehrte Sammlerstücke, die über Kunstgalerien verkauft werden. Jaschinski hat viele internationale Auszeichnungen erhalten und hält überall in Europa Vorträge über Fotografie und Tierschutz.

www.brittaphotography.com
Britta_Jaschinski_Portrait

Rosamund Kidman-Cox (GB)


Im Wandel der Zeit -

Ideen, Innovationen und Inspirationen aus 50 Jahren "Wildlife Photographer of the Year"


Eine kurze Geschichte der Naturfotografie, gekennzeichnet durch herausragende Bilder, die Generationen von Naturfotografen inspiriert und angetrieben haben, die die Zeit überdauert und immer noch ihre Gültigkeit haben.


Über Roz
Rosamund ‘Roz’ Kidman Cox ist Herausgeberin und Autorin mit den Schwerpunkten Natur und Umweltschutz und einem besonderen Interesse für die Fotografie.

Sie war 20 Jahre lang Herausgeberin des Magazins BBC Wildlife (und vorher Wildlife) und ist seit 1981 Mitglied der Jury beim Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year Als Projektmanagerin betreut sie verschiedenen Buchprojekte mit dem Thema Fotografie, wie z. B. Light on the Earth, Planet Earth, Frozen Planet und The Hunt für den Herausgeber BBC Books und die Ausstellungskataloge zum Wildlife Photographer of the Year.

Roz ist Autorin mehrerer Bücher, u.a. 50 Years of Wildlife Photographer of the Year, die Bücher der Reihe The Masters of Nature Photography und Unforgettable Behaviour für das Natural History Museum. Sie war die Produzentin für das jährlich m Rahmen von Wildscreen stattfindende WildPhotos-Festival, ist Jurymitglied bei vielen Fotowettbewerben, wie auch bei der GDT und World Press Photos, und ist assoziiertes Mitglied der Vereinigung International League of Conservation Photographers.
roz_Kidman_Cox_Portrait

Kilian Schönberger (DE)

Deutschlands Landschaften - Unbekanntes und Überranntes vor der Haustür

Kilian_Schoenberger
Landschaftsfotografie in Deutschland ist derzeit der Schwerpunkt im Portfolio von Kilian Schönberger. Der 32jährige in Köln lebende Fotograf mit bayerischen Wurzeln beschäftigt sich intensiv mit den Landschaftsszenarien zwischen Nordsee und Alpen. Neben den bekannten ikonischen Orten gilt sein Interesse aber auch kleinen, versteckten Kleinoden. Inspiriert von der Malerei Caspar David Friedrichs wurde der Nebel ein prägendes Stilmittel seiner Fotografie. Landschaftsfotografie in Deutschland hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Die Sozialen Medien fördern die Verbreitung von Fotos und somit das Interesse an der Fotografie. Bei der Arbeit an seinen beiden Bildbänden "Sagenhaftes Deutschland" und "Sehnsucht Wald" fiel Schönberger auf, dass sich diese Popularität auch auf die Natur auswirkt und er musste seine Sichtweise revidieren, dass Landschaftsfotografie grundsätzlich zu mehr Achtsamkeit gegenüber der Umwelt beiträgt. Ausgehend von seiner Suche nach dem Sagenhaften und Unberührten schlägt Schönberger in einer kritischen Reflektion den Bogen hin zu aktuellen Entwicklungen in der deutschen Landschaftsfotografie.
Kilian - Fotograf & Geograf aus Köln - aktiv im thematischen Spannungsfeld zwischen Natur und Stadt. Die dünn besiedelte Landschaft der Oberpfalz ist mir als Wahrnehmungsraum seit meiner Kindheit vertraut. Spätestens mit dem Studium in Bonn kamen die visuellen Eindrücke der verdichteten Stadtlandschaft des Rheinlandes hinzu. Dieser Gegensatz zwischen Naturverbundenheit und urbaner Lebensweise ist immer schon Inhalt meines fotografischen Schaffens. Beide Welten faszinieren mich und sind Inspiration für meine Arbeiten im Bereich Landschafts- und Architekturfotografie. Der Mensch im Raum als verbindendes Element zwischen diesen beiden scheinbar autarken Kosmen ist ebenfalls ein wichtiges Thema meiner Arbeit. Angeregt durch die Geografie als Raumwissenschaft strebe ich die übergreifende Fusion der Geografie und der Fotografie an: Die Wissenschaft vom Raum soll sich mit einer den Raum erfassenden Fotografie zu einer Einheit verbinden. Fotografieren heißt für mich oft Arbeiten in schwierigem und unzugänglichem Gelände. Eines meiner grundlegenden Ziele ist es, die Augen der Menschen für die Wahrnehmung des Besonderen sowohl im scheinbar Alltäglichem als auch im Verborgenem zu öffnen.
Kilian_Schoenberger

Will Burrard-Lucas (GB)

Von Kamerafalle bis BeetleCam - Abenteuer mit ferngesteuerter Fotografie

Will Burrard-Lucas ist ein britischer Naturfotograf. Er ist weithin bekannt für die Entwicklung von innovativen Ausrüstungsgegenständen, die es ihm erlauben, die Natur in ganz neuer Weise zu fotografieren. 2009 entstand die "BeetleCam", ein ferngesteuertes Gefährt, das er verwendete, um Nahaufnahmen der afrikanischen Flora und Fauna aus der Froschperspektive zu machen. Er hat außerdem ein DSLR Kamerafallensystem entwickelt, um scheue, nachtaktive Tiere im Bild festhalten zu können. 2014 gründetet er dann Camtraptions, eine Firma, mit der er sich auf die Produktentwicklung für die Fotografie mit Fernsteuerung und Fotofallen spezialisiert hat. Ein von Will erstellter kostenloser Online-Guide und Videos über das Fotografieren mit Kamerafallen finden sich unter: www.camtraptions.com/learn Auf WildlifePhoto.com stellt Will Online-Ressourcen für Naturfotografen zur Verfügung. Über diese Website bietet er u.a. einen kostenfreien Online-Kurs für Naturfotografie an. Mehr Bilder von Will Burrard-Lucas finden sich auf seiner persönlichen Website und im Blog unter www.burrard-lucas.com oder auf Facebook, Instagram und Twitter.
www.burrard-lucas.com
Will Burrard-Lucas - From Camera Traps to BeetleCam
Will Burrard-Lucas - Portrait


In diesem Vortrag nimmt uns Naturfotograf und Erfinder Will Burrard-Lucas mit auf seine Reise auf der Suche nach frischen Perspektiven und neuen Wegen, die Natur darzustellen. Angefangen bei der ferngesteuerten "BeetleCam" bis hin zu hochwertigen Kamerafallen zeigt uns Will, warum er in seiner Arbeit auf Technik setzt. Sein Vortrag wird dabei von inspirierenden Bildern seiner Afrika­Projekte begleitet und untermalt.

Jim Brandenburg (USA)


Ein Fotograf im Spannungsfeld zwischen Gestern und Heute


Jim Brandenburg war Musiker, Maler und Journalist, bevor er in der Natur und der Fotografie seine Bestimmung fand. Mit seinem fotografischen Schaffen hat er ganze Generationen inspiriert, viele Preise gewonnen und mit seiner (nicht nur fotografischen) Arbeit für den Naturschutz im Allgemeinen und den Wolf im Besonderen weitreichende Zeichen gesetzt.
Eine Reihe von Ereignissen brachte ihn in den letzten Jahren auch nach Europa, in die Nähe der Heimat seiner Vorfahren. Basierend auf seinem bisherigen Schaffen eröffneten sich hier neue Wege. In seinem Vortrag gewährt Jim einen Rückblick auf seine fotografische Arbeit und auf seine aktuellen Projekte. Er nimmt uns mit auf seinen Weg im Spannungsfeld von Fotografie und Video, von gedrucktem Bild und digitaler Vervielfältigung, von gestern und heute. Wir begleiten Jim Brandenburg auf seinem sich verändernden Weg in die heutige Zeit und sehen einiges aus seinen aktuellen Projekten wie z.B. anthropologische Studien zu Mensch und Wolf, einem Wanderfalken-Projekt auf dem Mont St. Michel in der Normandie oder seinem Video-Projekt „Natur 365“.


Jim_Brandenburg_Portrait
Über Jim
Jim Brandenburg aus Minnesota, USA, bereist als Fotograf seit mehr als 30 Jahre die Welt für das Magazin National Geographic; dabei entstanden 25 Magazin-Beiträge, mehrere Fernsehsendungen und viele Bücher. Zuletzt erschien im April 2016 die Reportage 93 Days of Spring (93 Tage Frühling), bei der alle 93 Bilder der einen Story veröffentlich wurden - ein neuer Rekord in der 128‑jährigen Geschichte des National Geographic.
Jim Brandenburg übernimmt häufig Auftragsarbeiten, und seine Bilder erscheinen in zahlreichen nationalen und internationalen Veröffentlichungen, wie The New York Times, Time, Smithsonian, Natural History, Geo, BBC Wildlife und Outdoor Photographer. Im Laufe seiner langen Karriere hat er zahlreiche wichtige nationale und internationale Auszeichnungen erhalten. Unter anderem hat ihn die amerikanische Vereinigung National Press Photographers Association (NPPA) zweimal zum Magazin-Fotograf des Jahres ernannt für seine Beiträge im National Geographic. Ebenso hat das Magazin BBC Wildlife zusammen mit dem National History Museum ihn zum Naturfotografen des Jahres gekürt, und die North American Nature Photographers Association (NANPA) zeichnete ihn für sein Lebenswerk aus.
Vier von Brandenburgs Bildern wurden kürzlich für eine einzigartige Sammlung von Bildern ausgewählt, die die 40 wichtigsten Natur-Fotografien zusammenfasst. Die Auswahl erfolgte durch Mitglieder des Internationalen Bundes der Naturschutzfotografen (International League of Conservation Photographers - iLCP), eine Vereinigung der weltbesten Fotografen, die sich mit ihrer Arbeit für den Naturschutz einsetzen.
Brandenburg hat mehrere Bestseller veröffentlicht, unter anderem: Chased by the Light, Looking for the Summer, Brother Wolf, White Wolf und Minnesota Images of Home. Der National Geographic hat 2008 ebenfalls ein Buch mit den Arbeiten von Jim und Judy Brandenburg herausgebracht mit dem englischen Titel Face to Face with Wolves. Mit Nature365.tv hat Brandenburg eine tägliche Mini-Videoshow geschaffen, die Millionen Besucher im Internet hat. Die Reihe wird zusammen mit seinen Partnern in Frankreich produziert, wo seine Bilder regelmäßig ausgestellt werden. Jim Brandenburgs Ausstellungen sind derzeit in verschiedenen Ländern Europas unterwegs, wo sie sehr gut besucht sind. Seine Arbeit kann man außerdem auf seiner Website kennenlernen www.jimbrandenburg.com, in der Brandenburg Gallery in Ely, Minnesota oder in der nicht‑kommerziellen Galerie in Luverne, Minnesota, die die Brandenburg Prairie Foundation unterstützt:www.brandenburgprairiefoundation.org.
www.jimbrandenburg.com

Kathy Moran (USA)

Kathy_Moran

Naturschutzgeschichten -
Über die Macht der Bilder


Bilder sind allgegenwärtig. Aus sozialen Netzwerken, Fernsehen, Magazinen, Schulbüchern und vielen Medien mehr sind sie seit der Erfindung des Fotoapparates nicht mehr wegzudenken. Aber wie wichtig sind Bilder tatsächlich in unserer „informationsüberfluteten“ Zeit? Welchen Informationsgehalt können sie spiegeln und welche Macht können sie haben?
Probleme wie Klimawandel, Lebensraumverlust oder die Konflikte zwischen Mensch, Natur und Tierwelt beeinträchtigen in zunehmendem Maße unsere Wahrnehmung auf das, was wir „Wildlife“ nennen. Bilder können unsere Wahrnehmung schärfen. Sie können Geschichten erzählen, die weit über das bloße Bebildern von Texten hinausgehen. Sie können Emotionen wecken, sensibilisieren und Menschen mobilisieren, für unsere Natur und ihren Schutz zu kämpfen.
Kathy Moran ist seit 35 Jahren leitende Chefredakteurin für naturkundliche Projekte beim „National Geographic Magazine“. Die gezielte Verwendung von herausragenden Bildern für „visuelle Erzählungen“ und ihre Wirkung auf den Leser gehören für sie zum Alltag. Sie zeigt in ihrem Vortrag, wie Bilder im Dienste von Naturschutz-Geschichten beim „National Geographic Magazine Einsatz“ finden - und wo möglicherweise auch Grenzen liegen.

Über Kathy
Kathy Moran ist leitende Chefredakteurin für naturkundliche Projekte beim „National Geographic Magazine“. Mit insgesamt 35 Jahren Erfahrung beim Magazin produziert sie seit 1990 Projekte, die sich mit Ökosystemen zu Land und zu Wasser beschäftigen. Insgesamt hat sie über 300 Bildgeschichten für National Geographic bearbeitet. Highlights aus jüngster Zeit sind u.a. die Story von Nick Nichols über den Serengeti-Löwen, Tim Lamans Abenteuer "Birds of Paradise" und das Themenheft über den Yellowstone Nationalpark.
Sie war Projektleiterin der preisgekrönten Zusammenarbeit der National Geographic Society und der Wildlife Conservation Society mit dem Fotografen Nick Nichols und Dr. Michael Fay bei ihrer Reise durch Zentralafrika. Die daraus entstandenen Reportagen waren der Anstoß zur Gründung eines Nationalpark-Systems in Gabun.
Moran hat mehrere Bücher für den National Geographic herausgegeben, darunter Women Photographers at the National Geographic, The Africa Diaries – An Illustrated Life in the Bush, Cat Shots und zuletzt Tigers Forever.
Kathy_Moran_Portrait
Als Bildredakteurin war sie an zwei Büchern beteiligt: 100 Best Wildlife Pictures und Wildlife, The Best Photos. Für ihr Portfolio in den Wettbewerben Pictures of the Year 2006 und Best of Photo 2011 wurde sie zur Bildredakteurin des Jahres gekürt. Sie ist Gründungsmitglied der International League of Conservation Photographers und hat dort im Vorstand mitgewirkt. In dieser Funktion hat sie für Fotografen des ILCP zahlreiche Bücher editiert, die im Verlag University Press of Chicago erschienen sind. Sie hat außerdem im Vorstand von Wildscreen USA gearbeitet. Kathy Moran ist häufig Jurymitglied bei zahlreichen Foto Wettbewerben, wie z. B. Por el Planeta, Big Picture Natural World Competition, POYi und Wildlife Photographer of the Year. Sie lebt mit ihrem Mann und drei ungezogenen Katzen in Arlington, Virginia.

Klaus Nigge (DE)

25 Jahre Naturfotofestival Lünen -
Über die Schrottecke und andere historische Wahrheiten


Das Festival in seiner heutigen Form ist das stolze Ergebnis eines langen Weges, voll von ambitionierten Versuchen, von Erfolgen und Irrwegen sowie von Skurilitäten und kleinen Skandalen. Der Blick auf die Anfänge ist gleichzeitig ein Blick zurück auf geradezu archaisch anmutende Präsentationstechnik, sehr bechränkte Organisationsstrukturen - aber auch auf eine sehr lange Liste von namhaften Gästen.
Klaus Nigge war von Anfang an dabei, er blickt zurück und wagt anschließend gemeinsam mit Vertretern aus Vorstand und GS einen Ausblick auf die Zukunft, in der unser Festival nicht mehr das einzige ist, sondern zwischenzeitlich seine Vorreiterrolle in einer immer dichter werdenden Festival-Szene behaupten möchte.

Klaus_Nigge
Klaus_Nigge_Portrait

Klaus Nigge

ist Wildlife-Fotojournalist.

Nach einem Studium der Biologie, Philosophie und Kunst arbeitete er als Biologe, bevor er 1995 freiberuflicher Fotograf wurde. 
Ab 1993 war er für 3 Jahre Präsident der GDT und startete, zusammen mit dem Vorstandsteam, das erste GDT Naturfotofestival in seiner Heimatstadt Lünen.

Derzeit arbeitet er überwiegend für GEO und das National Geographic Magazine.

www.nigge.com

GDT-Regionalgruppe 13 - Baden (DE)

„Unsere Wilde Heimat“ – Ein GDT-Regionalgruppen-Projekt


Projekte gemeinsam zu meistern schweißt zusammen. Getreu dem Grundgedanken der GDT, durch ausdrucksstarke Bilder für Verständnis und die Belange der Natur in der Bevölkerung zu werben, hat die Regionalgruppe Baden in den letzten Jahren zwei abendfüllende Vorträge erarbeitet. Die Bemühungen für den letzten Vortrag haben dabei eine beachtliche Eigendynamik entwickelt. Aus der initialen Idee, eine Multivisionsshow für die Mundologia, dem größten Reportage-Festival Europas zu konzipieren, entstanden zudem ein Bildband und eine erfolgreiche Ausstellung. Auf der Präsentation in Lünen stellt die Regionalgruppe dieses große Gemeinschaftsprojekt mit rund 30 beteiligten Fotografen vor. Dabei wird ebenso auf die Herausforderungen eingegangen, die sich bei der Konzipierung eines breitenwirksamen Vortrags mit anspruchsvollen Naturfotografien auftun, es werden aber auch Erfolge und Rückschläge bei der Umsetzung des erarbeiteten Konzeptes beleuchtet. Einen Eindruck der fertigen Arbeit vermitteln Auszüge des Vortrags „Unsere Wilde Heimat“.


Die GDT-Regionalgruppe XIII Baden
Die rund 60 Mitglieder der Regionalgruppe treffen sich zweimal pro Jahr zum Fachsimpeln und um sich gemeinsam Bilder und Vorträge anzusehen. Weiterhin unternehmen sie Exkursionen zu den naturfotografischen Highlights zwischen Bodensee und Vogesen. Der Schwerpunkt ihrer fotografischen Arbeit liegt auf der vielfältigen regionalen Flora und Fauna. Dies war auch Grundlage für das Projekt „Unsere Wilde Heimat“, an dem sich 30 Fotografinnen und Fotografen der Regionalgruppe Baden beteiligten. So konnte die heimische Natur in den Fokus gerückt und durch Vorträge sowie einen Bildband die Mitbürger für die Belange der Natur begeistert und sensibilisiert werden. Das Projekt soll außerdem zeigen, dass Naturfotografie auch in der Kulturlandschaft vor unserer Haustür möglich ist und hier eine schützens- und liebenswerte Landschaft mit all ihren großen und kleinen, bekannten und unbekannten Bewohnern zu finden ist.

Johannes & Hugo Wassermann, Georg Kantioler und Manuel Plaickner (IT)


Natur in Vollendung - Der andere Blick auf Südtirol


Ihren starken Bezug zu ihrem Heimatland Südtirol machen die vier Naturfotografen Hugo und Johannes Wassermann, Manuel Plaickner sowie Georg Kantioler mit ihrer neuen Bilderpräsentation spürbar. Diese Art Liebeserklärung an ihre Heimat ist das erste gemeinsame Projekt in dieser Zusammensetzung. Der Inhalt der 30-minütigen Präsentation zeigt ihr Bestreben, außergewöhnliche und von der Natur vollendete Schätze Südtirols, zu zeigen. Und da haben die vier Südtiroler eines gemeinsam: sie scheuen keine Mühen, um in intimen Begegnungen mit der Natur einzigartige Bilder vor ihrer Haustür entstehen zu lassen. Ihrem Drang nach Ästhetik folgend, sind sie immer auf der Suche nach dem besonderen Blickwinkel. Einfühlungsvermögen, Ausdauer, Herzblut und volle Hingabe sowie den Großteil ihrer Freizeit investieren sie in ihre große Leidenschaft, die Naturfotografie. Zeitgleich zur Projektion wird ihr gemeinsamer Bildband mit demselben Titel im Herbst 2017 im Knesebeck-Verlag erscheinen. Er wird in Lünen beim internationalen Naturfotofestival der GDT erstmals vorgestellt.


Über die Fotografen
Um alle Bereiche der Naturfotografie gut abzudecken, haben wir uns für dieses Projekt zu einem Quartett zusammengeschlossen. Die Zusammensetzung der Gruppe war dabei nicht zufällig gewählt. Zum einen sind wir alle sehr naturverbundene und leidenschaftliche Naturfotografen, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zum anderen wohnen wir nur rund 10 km voneinander entfernt, was für ein gemeinsames Projekt, trotz neuer Kommunikationsmöglichkeiten, von Vorteil ist. Und nicht zuletzt pflegen wir ein harmonisches und freundschaftliches Verhältnis zueinander. Bei der Bildverteilung ist eine themenbezogene Vorliebe der einzelnen Fotografen deutlich zu erkennen. Johannes und Manuel konnten ihren Hang zur Tierfotografie zum Ausdruck bringen. Hugo und Georg sind hingegen stärker der Landschafts- und Makrofotografie zugeneigt. Für das Buchprojekt, zusammen mit der Beamerprojektion, haben wir sehr viel Zeit in Form von gemeinsamen Abenden investiert. Dabei war es angenehm zu erfahren, wie für alle das gute Gelingen stets im Vordergrund stand. Persönliche Interessen, Bildauswahl, Texte und Gestaltung wurde ohne „wenn“ und „aber“ dem gemeinsamen Ziel eines hochwertigen Werkes untergeordnet. Johannes Wassermann, geb. 1986, wohnhaft in Brixen – Südtirol, Möbelrestaurator Hugo Wassermann, geb. 1959, wohnhaft in Brixen – Südtirol, Möbelrestaurator Georg Kantioler, geb. 1968, wohnhaft in Feldthurns – Südtirol, Baufachberater Manuel Plaickner, geb. 1982, wohnhaft in Vahrn – Südtirol, Internes Verrechnungswesen

www.kantioler.it

Michael Kenna (USA)

Michael_Kenna

Michael Kennas fotografische Reise


Seit mehr als 40 Jahren betrachtet Michael Kenna die Welt auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise. Seine mystisch anmutenden Fotografien, oft in der Dämmerung oder mitten in der Nacht entstanden, thematisieren das Zusammenspiel von natürlichen Landschaften und Menschen gemachten Strukturen.
Als Fotograf ist Kenna sowohl tag- als auch nachtaktiv; er ist besonders fasziniert von den Stunden des Tages, an denen das Licht sich vielseitig einsetzen lässt. Mit Langzeitbelichtungen, die auch mal die ganze Nacht dauern können, fördern seine Bilder häufig Details zu Tage, die das menschliche Auge sonst nicht wahrnimmt. Kenna ist besonders berühmt für den intimen Stil seiner Fotografie und seine persönliche, akribische Weise des Druckens. Er arbeitet mit dem traditionellen, nicht-digitalen Medium der Fotografie. Seine aufwändigen von ihm selbst von Hand hergestellten Schwarz-Weiß-Drucke spiegeln Feinheit wieder ebenso wie Respekt vor der Geschichte und Individualität.

In seinem Vortrag nimmt uns Kenna mit auf seine visuelle Reise und zeigt dem Publikum viele Facetten seiner reichhaltigen fotografischen Erfahrungen. Dabei zeigt er Bilder aus seiner gesamten Laufbahn als Fotograf, erzählt von Einflüssen, Inspirationen, Ideen und Techniken und beschreibt seine Arbeitsabläufe und Projekte, vor allem da, wo es um Landschaft geht.


Über Michael
Kennas Bilder werden in Galerien und Museen überall auf der Welt ausgestellt und sind Teil von ständigen Sammlungen, wie z. B. Bibliotheque Nationale, Paris; The Metropolitan Museum of Photography, Tokyo; The National Gallery, Washington, D.C.; The Shanghai Art Museum und The Victoria and Albert Museum, London. Über Michael Kennas Arbeit sind mehr als 60 Monografien und Ausstellungkataloge erschienen, u.a. Michael Kenna - A Twenty Year Retrospective (Treville, 1994 und Nazraeli, 2000); Impossible to Forget (Marval und Nazraeli, 2001); Japan (Nazraeli Press und Treville Editions, 2003); Retrospective Two (Nazraeli und Treville Editions, 2004); Michael Kenna – A Retrospective (BnF, 2009); Immagini del Settimo Giorno (Skira, 2010); China (Posts and Telecom Press, 2014); France (Nazraeli Press 2014) und Forms of Japan (Prestel 2015). Geboren 1953 in Widnes, England, lebt Michael Kenna heute in Seattle, Washington, USA und fotografiert immer noch überall auf der Welt.

www.michaelkenna.com
www.michaelkenna.net/interviews
Michael_Kenna_Portrait

Orsolya & Erlend Haarberg (HU/NO)


Laponia - Majestätische Stille


In den letzten vier Jahren haben Orsolya und Erlend Haarberg insgesamt mehr als sieben Monate in der Wildnis des Laponia Welterbe-Gebietes in Schweden verbracht. Das Projekt, das 2013 mit einem Auftrag des National Geographic begann, entwickelte sich zu der ambitionierten Idee, im Selbstverlag ein Buch über Skandinaviens größte, wildeste und isolierteste Gegend, wo viele Schutzgebiete liegen, herauszubringen. Während ihrer ausgedehnten Wander-, Ski- und Kanutouren in der ungezähmten Natur ist Laponia für beide Fotografen zu einem Zufluchtsort geworden – ein Ort, an dem sich in unserer immer schneller werdenden Welt innerer Frieden finden lässt. In ihrer Präsentation teilen sie Momente der Stille in der wilden Landschaft Laponias: Die klare Schönheit der Berge, die stillen Wälder und die ruhige Harmonie von Mustern und Farben in den Feuchtgebieten.


Orsolya_Haarberg

Orsolya und Erlend Haarberg

Orsolya Haarberg (40) und Erlend Haarberg (51) sind ein ungarisch-norwegisches Paar. Sie sind freischaffende Naturfotografen mit den Schwerpunkten Landschaften und Tiere der nordischen Länder.

Ihre Arbeit für den National Geographic in den letzten Jahren führte zu drei Foto Geschichten: Iceland’s resilient beauty (2012), Follow the water–Journey to the heart of Norway (2013) und The wild heart of Sweden (2015).

Sie haben vier Bücher herausgebracht und sind beide mehrfache Preisträger des Wettbewerbs Naturfotograf des Jahres des britischen Natural History Museums.

www.haarbergphoto.com

Uwe Hasubek (DE)

Uwe_Hasubek

Südamerika - Stationen einer Reise


Über 13 Monate lang führte unsere Reise in einem Wohnmobil durch Südamerika, einen Kontinent, der vielfältige Landschaften bietet. Vom tropischen Regenwald bis zu den vergletscherten Bergregionen Patagoniens, vom Hochland der Anden bis in die Weiten der Pampa. Dazu kommt eine beeindruckende Tierwelt, die jeden Reisenden begeistert. In dem Vortrag können nur einige Eindrücke unserer Reise wiedergegeben werden. Es werden vier ganz unterschiedliche Gebiete gezeigt, die die abwechslungsreiche Natur Südamerikas deutlich machen. Lassen Sie uns gemeinsam haltmachen bei den weißen Sanddünen mit ihren Süßwasserlagunen in Lencois Maranhenses (Nordostbrasilien), der beeindruckenden Tierwelt des Pantanals (Brasilien), den einsamen Andenregionen im Südwesten Boliviens und im Norden Argentiniens/Chiles mt der faszinierenden Welt der Pinguine auf den Falklandinseln.
Über Uwe
Uwe Hasubek, 52, ist Lehrer und arbeitet seit Jahren als selbstständiger Fotograf. Sein Interesse für die Fotografie verbindet er mit ausgedehnten Reisen in die unterschiedlichsten Regionen wie Island oder das südliche Afrika. 2015/16 reiste er 13 Monate lang in einem Expeditionsfahrzeug durch Teile Südamerikas. Der Kontinent, der ihm bereits seit vielen Jahren sehr ans Herz gewachsen ist und den er 1993/94 schon einmal erkundet hatte, faszinierte ihn erneut und ließ ihn viele beeindruckende Fotos schießen. Uwe Hasubek leitet Fotoreisen nach Island, Südamerika und Helgoland. Außerdem gibt er Workshops rund um das Thema Fotografie in und um Hamburg. Seine Bilder wurden bereits mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet.

www.uwehasubek.de
Uwe_Hasubek_Portrait