GDT Meinungsforum

Thema: Hilfegesuch...

  • Verfasser Nachricht
  • Verfasser: Portrait Sm
    Axel B. Krebs
    (GDT-Mitglied)
    17.05.2018 um 13:32 Uhr
    Nachricht:
    Hallo Zusammen,

    Im Herbst plane ich ca. 14 Tage Nepal, wo aufgrund der (manchmal tiefen) Temperaturen und der Strom-Verfügbarkeit Probleme auftauchen könnten.
    Meine Ausrüstung sind eine NIKON D800 und eine D850; dabei wechsle ich mich mit meiner Freundin im Gebrauch der Kameras und der Objektive ab.
    Bei Minus 17 Grad auf der Hornisgrinde habe ich in 7 Stunden zwei Akkus "verbraucht".


    STROMVERSORGUNG
    :

    Ich bin mir nun sehr unsicher, wie die Stromversorgung (also das mögliche Nachladen der Akkus) in Nepal funktionieren könnte. Aufgrund der Reiseplanung muß ich mit mindestens vier Tagen _ohne_ Nachlademöglichkeit rechnen.

    Eine Lösung mit Solarpanelen wäre bereits teurer als einfach vier, fünf Akkus EN-15La kaufen (jew. ca. 70 EUR).

    Meine Fragen nun:
    - Sehe ich die Sache richtig?
    - Was würdet Ihr tun?
    - Wer hat entsprechende Erfahrungen und kann entsprechende Tips geben?


    SPEICHERMÖGLICHKEITEN
    :

    Wie geht man zweckmäßigerweise mit den großen zu erwartenden Datenmengen um, die bei der D850 (raw PLUS fine-jpg ca. 80 MB) anfallen?
    Bei zwei Kameras rechne ich mit ca. 200 GB/Tag => ca. 2 TB Bildmaterial. Insgesamt also
    D850: mindestens 10 x 250 GB SD-Karten (1500 EUR)

    plus

    D800: mindestens 10 x 128 GB (700 EUR)

    Einfach "nur" genügend Speichermedien kaufen und durchnumerieren wäre eine Möglichkeit, _ohne_ Laptop auszukommen.
    Allerdings könnten man dann auch nichts brennen. Und bei enormen Kosten für die Medien!

    Wer könnte mir insofern mit Erfahrungswerten helfen?
    Wie würdet Ihr vorgehen?

    Danke sehr für alle Hinweise-

    Viele Grüße,



    Axel Krebs
    --
    Dr. A. Krebs
    T: 07231 80682
    I: Info(at)Axel-Krebs.de


  • Verfasser:
    Jane Bley
    (GDT-Mitglied)
    17.05.2018 um 15:50 Uhr
    Nachricht:
    Hallo Axel,

    ich hatte im März den zugefrorenen Baikalsee überquert - inkl. 3 Zeltübernachtungen bei -26 Grad.
    Die Überlegungen mit den Akkus hatte ich auch wegen der Kälte.

    Solar kam für mich nicht in Frage, da ich mich nicht auf die Sonne verlassen konnte.

    Meine Lösung waren Wärmepads:
    http://www.theheatcompany.com/de/waermepads/ultrawaermer

    Diese Wärmepads habe ich in den Rucksack gelegt und nach den angegeben 40 Stunden gewechselt.

    Somit blieb die Kamera (Canon 5D Mark III) und meine 8 Akkus in den Normaltemperaturen.

    Ich hatte gar keine Einschränkung der Akku-Leistung und würde das System mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.

    Bei evtl. Fragen bitte melden.

    Viele Grüße und ich wünsche einen tollen Urlaub.

    Gut Licht
    Jane Bley


  • Verfasser: Portrait Sm
    Tanja Kreß
    (GDT-Mitglied)
    22.05.2018 um 16:34 Uhr
    Nachricht:
    Hallo Axel,

    ich habe beim Skifahren mal herausgefunden, dass die Akkus bei Kälte länger halten, wenn man sie in der Hose nah am Körper trägt.
    wenn der Akku anzeigt, dass er leer ist, den anderen reinmachen und den ersten in die Hose stecken, dann wird er wieder warm und hat bestimmt noch 50% Ladung.

    Zur Frage mit der Speichermöglichkeit OHNE Laptop:
    das Problem habe ich auch gerade. Früher gab es dafür spezielle Festplatten und ich habe auf Facebook Werbung von MPortable gesehen. Klingt nicht schlecht, sind aber leider auch schweineteuer.
    Ich habe mich daher entschieden, viele Speicherkarten (mir werden 4 ausreichen) und den Laptop mitzunehmen.

    MFG
    Tanja


  • Verfasser:
    Markus Weyers
    (GDT-Mitglied)
    03.06.2018 um 13:28 Uhr
    Nachricht:
    Hallo Axel,

    die Patentlösung habe ich natürlich nicht, aber vielleicht ein paar Anregungen:
    Die einfachste Möglichkeit: Du könntest die benötigten Speicherkarten und Akkus kaufen und nach der Reise wieder verkaufen, z.B. bei ebay oder hier. Ich habe so etwas ähnliches auf meiner ersten Reise mit Digitalkamera gemacht: zwei gekauft und eine (mit geringem Verlust) nachher in ebay verkauft.

    Stromversorgung: Du könntest auf LR6 Batterien ausweichen. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie weit Du damit kommst, billiger als die Nikon-Akkus ist das allemal. LR6-Batterien kriegt man in der Bucht, z.B. 200 Stück Duracell Industrial für 70 Euro (nein, ich bin nicht der Verkäufer). Diese Lösung setzt natürlich jeweils den Batteriehandgriff für Deine Kameras voraus.

    Speicherkarten: Die beiden Kameras haben jeweils zwei Kartenfächer. Du könntest für das SD-Fach langsame und damit relativ preiswerte Karten kaufen und bei Bedarf innerhalb der Kamera umkopieren. Achtung: Natürlich keine billigen No-Names, da wäre mir die Gefahr des Defekts und damit des Datenverlusts zu hoch. Das Umkopieren kostet dann allerdings auch wieder Energie (und Zeit).

    Ich habe bei der oben erwähnten Reise mit einem Festplattenspeicher gearbeitet - Speicherkarten 'rein und kopieren. Es war allerdings ein blödes Gefühl, danach die Karte zu formatieren, die ich keine visuelle Kontrolle hatte, ob die Bilder fehlerfrei auf der Festplatte gelandet waren, ist aber gut gegangen. Außerdem, ohne elektrisch arbeitet der auch nicht.

    Vielleicht helfen diese Ideen ja weiter...
    Internette Grüße vom Niederrhein,
    Markus


    Der Beitrag wurde zuletzt am 03.06.2018 um 14:59 Uhr bearbeitet.  [Beitrag zitieren]

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