Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V.


© Sebastian Erras

Satzung

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) und hat seinen Sitz in Lünen. Der Verein ist in das Vereinsregister Lünen einzutragen.

§ 2 Zweck

(1) Die GDT verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

(2) Die GDT dient der Förderung des Umwelt-, Landschafts- und Naturschutzes, der Naturkunde schlechthin, besonders aus der Sicht der fotografischen Naturkunde und insoweit auch der Förderung von Wissenschaft und Forschung.
Die GDT fördert Kunst und Kultur, indem sie die Naturfotografie als Kunstform einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Die GDT fördert authentische, nicht manipulierte Naturfotografie. Die GDT ist bestrebt, die vorgenannten Zwecke der Jugend nahe zu bringen und diese in besonderer Weise zu fördern.

(3) Diese Zwecke sollen u. a. erreicht werden durch:

a) Herstellung und Verbreitung guter, naturkundlich einwandfreier Tierfotos in der Öffentlichkeit.
b) Förderung der Belange des Natur- und Umweltschutzes in der Allgemeinheit sowie Anregung der Öffentlichkeit dazu unter Anderem durch Bereitstellung von PR-Fotos, Fotowanderausstellungen, der Veranstaltung von Vorträgen und Einrichtung geeigneter Diskussionsplattformen im Rahmen eines Naturfotofestivals.
c) Förderung von Interesse und Verständnis für die Erhaltung der Natur bei zuständigen Fachleuten, Behörden und Interessenvertretungen durch das naturkundlich einwandfreie Tierfoto.
d) Förderung der Tier- und Naturfotografie zur Erhaltung oder Steigerung des Bildungswertes der Biologie, mithin der Unterstützung von Wissenschaft und Forschung sowie der Bildung.
e) Förderung und Verbreitung der naturkundlichen und künstlerischen Aspekte der Naturfotografie durch die Veranstaltung von Fotowettbewerben, bei denen naturkundlich einwandfreie, unmanipulierte Bilder ebenso prämiert werden sollen wie künstlerisch wertvolle, die ausschließlich mit den Mitteln der Fotografie entstanden sein müssen.

(4) Die Vereinszwecke können auch dadurch verwirklicht werden, dass der Verein andere steuerbe- günstigte Organisationen und Einrichtungen, welche die Förderung des Umwelt-, Landschafts- und Naturschutzes zum Zweck haben, durch Mittelbeschaffung oder Mittelweitergabe unterstützt.

§ 3 Besondere Ziele

(1) Besonderes Ziel der GDT ist, zum Naturschutz, d.h. zur Erhaltung und/oder Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes beizutragen und die Allgemeinheit hierzu anzuregen.
Deshalb ist die GDT auch mehreren Naturschutzorganisationen angeschlossen, ohne jedoch ihre Selbständigkeit aufzugeben.

(2) Für die Mitglieder der GDT hat die Achtung vor dem Leben bei der fotografischen Arbeit Vorrang. Darum verpflichten sich alle Mitglieder
a) die Naturschutz- und Jagdgesetze im In- und Ausland zu beachten.
b) bei Veröffentlichungen nur solche Aufnahmen als Naturdokument (“Aufnahme in freier Natur”) zu kennzeichnen, die tatsächlich in freier Natur entstanden sind.

(3) Die GDT bemüht sich, Tier- und Jagdzeitschriften sowie andere Medien, die Beiträge aus der Tierwelt veröffentlichen, mit ihren Zielen bekanntzumachen und darauf hinzuarbeiten, dass dem wirklichen Naturdokument in der Publikation der Vorzug gegeben wird. Die Mitglieder beteiligen sich an dieser Arbeit nach besten Kräften.

§ 4 Mitgliedschaft

(1) Mitglied der GDT kann jeder - gleich welcher Nationalität - werden, wenn er die Satzung der GDT vollinhaltlich anerkennt und zum Erreichen der Zwecke und besonderen Ziele der GDT gemäß § 2 und § 3 sich aktiv an Ausstellungen, Wettbewerben und sonstigen Aktionen der GDT beteiligt sowie darüber hinaus folgende Bedingungen erfüllt:
a) Der Antragsteller muss die Tierfotografie praktisch ausüben oder praktisch ausgeübt haben.
b) Der Antragsteller muss seine naturfotografische Tätigkeit unter Vorlage der in den aktuellen Bewerbungsbedingungen geforderten 20 Bilder nachweisen. Entsprechende Unterlagen können in der GDT-Geschäftsstelle angefordert oder von der GDT-Homepage herunter geladen werden. Der Vorstand passt die Bewerbungsbedingungen den jeweiligen technischen Standards an.
c) Alle Bilder müssen unter Beachtung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen entstanden sein. Sofern sie darauf schließen lassen, dass bei ihrem Zustandekommen vermeidbare Störungen der Natur verursacht worden sind, wird der Bewerber abgelehnt.
d) Der Antragsteller muss seinen Aufnahmeantrag schriftlich unter Beifügung des Bildmaterials an die GDT-Geschäftsstelle richten.

(2) Über die Aufnahme eines neuen Mitgliedes beschließt der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit.

(3) Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Tag der Bestätigung durch den Vorstand.

(4) Der Vorstand kann beschließen, dass auch andere Personen Mitglieder werden können. Dies gilt insbesondere für Ehrenmitglieder und Fördermitglieder der Gesellschaft. Fördermitglieder können natürliche oder auch juristische Personen sein. Ein Fördermitglied hat das Recht, an der Mitgliederversammlung beratend teilzunehmen. Ein Stimmrecht hat es nicht. Fördermitglieder können nicht Mitglied eines Organs werden. Sie können das Zeichen der GDT mit dem Zusatz "Fördermitglied“ führen.

(5) Die Mitglieder sind berechtigt, bei Bildveröffentlichungen, Schriftwechsel usw. das Signum GDT hinter ihrem Namen zu führen, um so das Ansehen der Tierfotografie durch die GDT und die Vertrauenswürdigkeit in Naturdokumente zu fördern.

(6) Zur Verbreitung des Signums GDT als tierfotografisches Gütezeichen in der Öffentlichkeit wird eine Vereinheitlichung der Stempel und Bildaufkleber angestrebt, die dem Betrachter oder Verwender absolute Sicherheit über den Ursprung der Aufnahme gibt. Die Mitglieder der GDT sind deshalb berechtigt, für ihre Aufnahmen Stempel oder Aufkleber zu verwenden, deren Text wie folgt lauten kann:

Photo & Copyright - Petra Musterfrau GDT
Akazienweg 1 - D-12345 Beispielstadt - Aufnahme aus freier Natur -

(7) Die Mitgliedschaft erlischt durch:
a) Tod;
b) Austritt, der nur zum Ende eines Geschäftsjahres erfolgen kann, wenn dies drei Monate vorher dem Vorstand schriftlich angezeigt wird;
c) Ausschluss, wenn das Mitglied trotz Zahlungsaufforderung mit der Beitragszahlung ein Jahr im Rückstand ist;
d) Ausschluss, wenn das Mitglied durch sein Verhalten das Ansehen der GDT geschädigt oder schuldhaft gegen deren Belange verstoßen hat, insbesondere, wenn es den satzungsgemäßen oder sonstigen der GDT gegenüber eingegangenen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist. Den Ausschluss kann nur die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes mit 2/3-Mehrheit beschließen. Dem Mitglied ist vorher Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben.

§ 5 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr der GDT ist das Kalenderjahr.

§ 6 Beitrag

(1) Von den Mitgliedern wird ein Jahresbeitrag erhoben, dessen Höhe auf der jährlichen Mitgliederversammlung festgelegt wird; Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.

(2) Der Jahresbeitrag wird im 1. Quartal eines jeden Geschäftsjahres fällig und zu Beginn des Jahres eingezogen. Sollte keine Einzugsermächtigung vorliegen, ist der Beitrag unaufgefordert auf eines der Konten der Gesellschaft zu überweisen.

(3) Förderer zahlen einen jährlichen Beitrag, dessen Mindesthöhe von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird.

§ 7 Organe

(1) Organe der GDT sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

(2) Mitglied des Vorstandes kann nur werden, wer Mitglied der GDT ist.

(3) Die Mitarbeit in den Organen ist ehrenamtlich.

§ 8 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus:
a) dem Präsidenten
b) dem Ersten Vizepräsidenten
c) dem Zweiten Vizepräsidenten
d) dem Schatzmeister
e) und zwei weiteren Mitgliedern

(2) Jedes Mitglied des Vorstandes kann für sich allein den Verein vertreten.

(3) Der Vorstand ist wieder wählbar.

(4) Der Vorstand leitet die Gesellschaft. Er kann für die GDT als solche Richtlinien oder Empfehlungen herausgeben.

(5) Der Vorstand wird auf Vorschläge der Mitgliederversammlung von dieser gewählt. Die Wahl erfolgt in offener Abstimmung mit einfacher Stimmenmehrheit. Wird von einem Mitglied geheime Wahl verlangt, so hat die Abstimmung durch Stimmzettel zu erfolgen.

(6) Die Amtszeit des Vorstandes beträgt drei Jahre, gerechnet vom Tag der Wahl. Der Vorstand bleibt jedoch bis zur Wahl eines neuen Vorstandes im Amt.

(7) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom Präsidenten, im Falle seiner Verhinderung vom Ersten Vizepräsidenten, schriftlich, fernmündlich oder telegrafisch einberufen werden. Die Bekanntgabe einer Tagesordnung ist bei der Einberufung zur Vorstandsitzung nicht erforderlich. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Vorstandsmitglieder, darunter der Präsident oder einer der Vizepräsidenten anwesend sind. Der Vorstand fasst alle Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Stimmen der Erschienenen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten, bei dessen Abwesenheit die des Vizepräsidenten.

(8) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

§ 9 Regionalgruppen

(1) Die GDT bildet Regionalgruppen. Über die Einrichtung der Regionalgruppen entscheidet die Mitgliederversammlung.

(2) Die Leiter der Regionalgruppen werden in den Regionalgruppen selbstständig gewählt und auf der darauf folgenden Mitgliederversammlung bekannt gegeben.

(3) Die Regionalgruppenleiter unterstützen den Vorstand.

(4) Die Regionalgruppenleiter haben insbesondere folgende Aufgaben:
a) Zweck und Ziele der GDT der Allgemeinheit zu übermitteln.
b) Regionale Treffen zu veranstalten, die Verbindung zu den Mitgliedern des Regionalbezirks aufrecht zu erhalten, Auskünfte zu erteilen und Wünsche sowie Anregungen entgegenzunehmen und an den Vorstand weiterzuleiten.

§ 10 Mitgliederversammlung

(1) Alljährlich findet eine Mitgliederversammlung spätestens im Dezember des laufenden Geschäftsjahres statt. Ort und Zeitpunkt für diese Versammlung werden nach Möglichkeit beim vorangegangenen Treffen festgelegt; ansonsten legt der Vorstand Termin und Tagesordnung fest.

(2) Der Präsident kann zu weiteren Mitgliederversammlungen einladen.

(3) Der Präsident lädt die Mitglieder spätestens 4 Wochen vor dem Termin schriftlich unter Angabe der Tagesordnung zur Versammlung ein, die von ihm geleitet wird. Eine Versammlung ist von ihm auch einzuberufen, wenn das Interesse der Gesellschaft es erfordert, äußere Gegebenheiten dem Vorstand eine Mitgliederversammlung zweckmäßig erscheinen lassen oder mindestens ein Drittel der Mitglieder schriftlich, unter Angabe des Grundes, die Einberufung verlangt.

(4) In wichtigen Fällen kann der Präsident die Einberufungsfrist auf 2 Wochen verkürzen.

(5) Der Präsident ist verpflichtet, ihm bis 8 Wochen vor der Mitgliederversammlung zugegangene Anträge von Mitgliedern auf die Tagesordnung einer Mitgliederversammlung zu setzen, sofern die Anträge nicht geltendem Recht, den Zielen der Gesellschaft oder den guten Sitten widersprechen.

(6) Der Vorstand erstattet der Mitgliederversammlung einen Tätigkeitsbericht und einen Bericht über die Finanzlage mit Rechnungsabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr. Nach Bekanntgabe des Berichtes der Rechnungsprüfer beschließt die Versammlung über die Entlastung des Vorstandes. Die Mitgliederversammlung wählt zwei ehrenamtliche Rechnungsprüfer für das laufende Geschäftsjahr. Die im Zusammenhang mit der Prüfung entstandenen Kosten werden von der GDT erstattet.

(7) Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Sie fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, sofern nicht durch Satzung oder Gesetz etwas anderes bestimmt wird. Im Falle der Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

(8) Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll, das vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist, anzufertigen und allen Mitgliedern zuzustellen.

§ 11 Verwaltung der Mittel

(1) Der Vorstand hat die Jahresbeiträge, die sonstigen Einnahmen und das Vermögen der Gesellschaft zweckentsprechend zu verwalten und zu verwenden. Die Gelder dienen zur Verwendung notwendiger Verwaltungskosten. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.

(2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Kein Mitglied hat bei seinem Ausscheiden Anspruch auf das Vermögen der Gesellschaft. Die Mitglieder erhalten keinen Gewinnanteil und in ihrer Eigenschaft als Mitglied der Gesellschaft auch keine sonstigen Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(3) Die Gesellschaft stellt Jahresüberschüsse für anerkannte gemeinnützige Zwecke des Naturschutzes zur Verfügung. Über die Zurverfügungstellung entscheidet die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes nach dem jährlichen Kassenabschluss.

(4) Für Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet nur das Gesellschaftsvermögen.

§ 12 Satzungsänderung

(1) Änderungen oder Ergänzungen der Satzung können von der Mitgliederversammlung mit der absoluten Mehrheit der erschienenen Mitglieder beschlossen werden.

(2) Eine beantragte Änderung oder Ergänzung der Satzung ist mit der Einladung zur Mitgliederversammlung allen Mitgliedern in vollem Wortlaut bekannt zu geben.

§ 13 Auflösung

(1) Die Gesellschaft kann nur durch den Beschluss einer Mitgliederversammlung, die unter Ankündigung des Zwecks mindestens 4 Wochen vorher einberufen werden muss, aufgelöst werden . Der Auflösungsbeschluss bedarf einer 3/4 - Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

(2) Die Mitgliederversammlung bestimmt den Liquidator. Das nach Beendigung der Liquidation vorhandene Vermögen fällt an den Deutschen Naturschutzring e.V., der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden hat. Dies gilt entsprechend bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke gemäß § 2 dieser Satzung.

Die Neufassung der Satzung der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V. wurde von der Mitgliederversammlung der GDT am 28. März 2009 beschlossen.