Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V.

Werner Bollmann, GDT- Naturfotograf des Jahres 2004

Wäre es ein normales Jahr gewesen, hätten sich zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Gnus in der Massai-Mara aufgehalten als Werner Bollmann dort Ende Oktober 2003 fotografierte. Aber ungewöhnlich starke Regenfälle in der Region und damit die Aussicht auf frisches Grün hielten Abertausende von Weißbartgnus lange von ihrer Wanderung nach Süden in die Serengeti ab. An einem regnerischen Nachmittag, der kaum Hoffnung auf gute Fotos weckte, setzte sich ein Teil der großen Herde urplötzlich in Bewegung: ein Strom von Tieren brandete am Wagen des Fotografen vorbei. Zum Glück liefen die Gnus einen Hang hinab und diagonal auf den Fotografen zu, so dass eine gute Perspektive und eine günstige räumliche Verteilung der Motive gegeben waren. Mit 600 mmm hatte Werner Bollmann genau die richtige Brennweite gewählt; als Film kam der Fuji Velvia - belichtet wie 40 ASA - zum Einsatz. Der aufgewirbelte Staub und eine schwach von hinten durchscheinende Sonne gaben dem Bild "Stampede", das mit einer 1/15 Sekunde und "Mitziehen" des Objektivs aufgenommen wurde, seinen besonderen Reiz.

"Stampede"