RG III Berlin, Brandenburg
Leitung:
Marc Hesse
Binsenhof 27
14478 Potsdam
Fon: 0331-2714601
eMail: marc.hesse@hesse-m.de
und
Martin Mildenberger
Hinter der Dorfaue 8
13407 Berlin
Fon: 030 - 46 60 50 14
Fax: 030 - 46 60 50 15
Mobil: 0179 - 943 43 12
eMail: info@bio-aqua.de
oder
info@mmildenberger.de
Webseite der Regionalgruppe http://www.gdt-rg3.de
Programm 2011
1.) Das kommende Jahr beginnt fotografisch für uns mit einer Winter-Foto-Exkursion in die Sächsischen Schweiz am 11. - 13. Februar 2011
2.) Weiter geht´s dann mit unserem Frühjahrstreffen am Sa. 12. März 2011 in Potsdam (u.a. wieder mit Wettbewerbsnachlese Exkursion Sächsische Schweiz)
3.) Eine spannende Natur-Foto-Exkursion wird uns am 29. April bis 01. Mai 2011 in den Müritz-Nationalpark führen. Gemeinsam mit den Kollegen der Mecklenburg-Vorpommern-Gruppe zeigen uns Claudia Müller und Silko Bednarz ganz verwegene Plätze in Steinmühle bei Carpin.
4.) Am Langen Tag der Stadtnatur am 18. und 19. Juni werden wir in Berlin wieder mit einem Stand und Aktionen auf Naturfotografie & Naturfotografen aufmerksam machen.
5.) Passend zur Jahreszeit treffen wir uns am 27. August 2011 zum Barbecue, Quatschen und Bilderschauen bei Dagmar und Josef in der Försterei, Müggelsee
6.) Eine weitere Naturfotografie-öffne-Dich-Veranstaltung werden wir im Herbst unter Beteiligung des Botanischen Garten Potsdam und / oder Berlin durchführen. Stand & Seminare & Fotoaktionen
7.) Zum Jahresabschluß geht´s dann zum Herbststreffen (u.a. mit Wettbewerbsnachlese Exkursion Müritz-Nationalpark) am Sa. 26. November 2011 wieder ins Potsdamer Naturkundemuseum.
Protokoll Regionalgruppentreffen 12.03.2011, Potsdam
Protokoll RG III -Treffen
12.März 2011
Naturkundemuseum Potsdam
Protokoll: Philip Koßmann, Klemens Karkow
Anwesend: 24 Personen
Zwei neue Gäste stellten sich kurz der Runde vor.
Melanie Möller stellte ihre fotografischen Arbeiten vor und erzählte aus ihrem Leben mit der Kamera (Portfolio).
Es folgte der Wettbewerb zur Exkursion in die Sächsische Schweiz (fand im Februar statt).
Insgesamt 10 Teilnehmer zeigten je 3 ihrer besten Bilder, die während der Exkursion entstanden, alle Anwesenden konnten dann jedes Bild mit 0 (schlecht) bis 3 Punkte (super geil) bewerten.
Anschließend zeigten Klemens Karkow und Marc Hesse noch einige Arbeitsfotos von der Exkursion und Sandra versprach die extravaganten Portraitfotos vom Ausflug zum nächsten Treffen im November mitzubringen!
Es folgte der, wie üblich, langwierige Teil... die anstehenden Exkursionen und Aktionen im Laufe des Jahres waren zu besprechen.
Dabei wurde sich auf folgendes geeinigt:
• Müritzexkursion im April (Steinmühle, Gemeinschaftsexkursion mit der RG9)
• 27. August Treffen am Müggelsee bei Dagmar Wolf und Josef Vorholt, Termin ist noch zu bestätigen
• 02. - 04. September Exkursion Schlaubetal (Melanie Möller übernimmt Planungen)
• 14.-16. Oktober Exkursion Rügen/Prora (Sandra Bartocha übernimmt Planungen)
• 26. Nov. Nächstes RG-Treffen im Naturkundemuseum Potsdam
(Antje, Klemens und Pascal zeigen ein Portfolio, Vortrag Botswana von Sigi Bäsler, Technikvortrag von Volker Herrmann)
Die Planungen für die Lange Nacht der Stadtnatur (Organisation: Antje Templiner-Schupke und Melanie Möller) laufen auf Hochtouren.
Am 18. Juni finden dazu Aktionen im Botanischen Garten Berlin und am 19. Juni auf dem Südgelände statt. Beteiligen wollen sich Bernd Walz, Ralph Gräf, Armin Preussler, Martin Mildenberger, Sandra Bartocha, Marc Hesse und anderen.
Dann gab es noch die Anmerkung von Volker Herrmann, dass der RG3-Verteiler doch mehr und besser genutzt werden sollte. So z.B. auch zur Absprache von Fahrgemeischaften und für die Vorbereitung der RG3-Beamershow.
Interne Angelegenheiten der GDT wurden danach von Sandra Bartocha angesprochen, wobei es noch keine Veränderungen bzgl. Namensänderung und Gemeinnützigkeit gibt.
Sandra Bartocha will den Verteiler der Regionalgruppe aufpeppen und die weitere Pflege übernehmen.
!!!Außerdem gab es noch einmal einen finalen Aufruf zum Thema Beamershow in Lünen!!!
Und Christian machte noch auf einen Vortrag von Manfred Delpho am 28. April um 19 Uhr im Potsdamer Naturkundemuseum aufmerksam bevor alle zur Mittagspause übergingen.
Nach dem Mittagessen, das ausgiebig zum Austausch genutzt wurden fand die Siegerehrung unseres internen Wettbewerbs statt. Sandra Bartocha ging mit ihren gekonnt gestalteten Bildern wieder einmal als Siegerin hervor.
Hier die Platzierung der 10 besten Bilder:
1. Platz: Sandra Bartocha 57 Punkte
2. Platz Ralph Gräf 45 Punkte
3. Platz Sandra Bartocha 44 Punkte
4. Platz Florian Pankewitz 43 Punkte
5. Platz Bernd Walz 41 Punkte
5. Platz Florian Pankewitz 41 Punkte
7. Platz Ralph Gräf 39 Punkte
9. Platz Melanie Möller 36 Punkte
9. Platz Sandra Bartocha 36 Punkte
9. Platz Philip Kossmann 36 Punkte
Insgesamt ergibt sich folgende Gesamtliste - Regionalliga (für alle Wettbewerbe und Aktionen):
1. Sandra Bartocha 29 (alt: 21 + 1. Platz:5 + 3. Platz:2 + Teilnahme:1)
2.Ralph Gräf 19 (alt: 15 + 2. Platz:3 + Teilnahme:1)
3.Martin Mildenberger 18 (alt: 18 + Teilnahme:1)
4.Jürgen Bienert 15
5.Ralf Stein 12
6.Michael Dieke 10
7.Florian Möllers 8
7.Josef Vorholt 8
7.Bernd Walz 8 (alt: 7 + Teilnahme:1)
7.Armin Preussler 8 (alt: 7 + Teilnahme:1)
8.Volker Herrmann 7
8.Melanie Möller 7 (alt 6 + Teilnahme:1)
9.Phillip Koßmann 5 (alt 4 + Teilnahme:1)
10. Florian Pankewitz 4 (alt 3 + Teilnahme:1)
(weitere Plätze, siehe Webseite der RG3)
Im Anschluss an die Auswertung des Wettbewerbs wurden von verschiedenen Mitgliedern unserer Gruppe noch Bilder gezeigt.
Und wir konnten bis etwa 18 Uhr noch etliche schöne Vorträge hören und Naturbilder betrachten:
Günther Blutke berichtete über Erlenbrüche, Hochmoore und Fenns der Umgebung. Er brachte uns dabei mit langjährig gesammeltem Bildmaterial und einem interessanten Vortrag diesen hochinteressanten aber fotografisch oft sehr schwierigen Lebensraum näher und weckte Interesse, sich auch mit der Biologie dieser Feuchtgebiete intensiver zu beschäftigen.
Achim Winkler brachte eine Zusammenstellung seiner Ergebnisse des vergangenen Jahres mit und zeigte u.a. Flugaufnahmen von Greifvögeln, die in Zusammenarbeit mit einem Falkner im Harz entstanden sind.
Siegfried Bäsler entführte uns in ferne Länder, die er im vergangenen Jahr bereist hatte. Vor allem aus Botswana, Florida und Costa Rica präsentierte er Fotos und neben den klassischen Motiven auch das ein oder andere gelungene, „kreative Wischerbild“.
Christian Blumenstein begeisterte zum Abschluss mit einer aufwändig ausgearbeiteten Bilderschau zum Thema „Tierwinter in Brandenburg“, die er für das Naturkundemuseum Potsdam zusammengestellt hat. Neben vielen tollen Fotos vermittelte Christian und etliche für uns neue und hochinteressante Fakten über Verhalten und Anpassungen der Tieren an die kalte Jahreszeit.
Protokoll Regionalgruppentreffen 13.11.2010
von
Ralph Gräf
Nach der Begrüßung durch unseren RG Leiter Martin Mildenberger ging’s in einer Runde mit 28 Teilnehmern gleich los mit der Bilderschau.
Kiki Romberg und Phillip Koßmann präsentierten in Kurzvorträgen ihre Portfolios.
Danach berichtete Sandra aus dem GDT Vorstand und der Sitzung am Mittwoch vor dem Festival in Lünen. Dort ging es v.a. um die Namensgebung der GDT.
Es folgte eine kurze Diskussion und das Erheben eines Stimmungsbilds zu diesem Thema aus der RG: Zum Vorschlag in unserer Runde stand, das Kürzel GDT zu behalten und den Untertitel in "Gesellschaft deutscher Tier und Naturfotografen", "Gesellschaft deutscher Naturfotografen", "Deutsche Gesellschaft für Naturfotografie" oder "Die Naturfotografen" umzubenennen. Die Mehrheit war für die drittletzte gefolgt von der letzten Variante.
Danach, fand um 12:00 Axels anregender Bildervortrag zu seiner Reise nach Schottland statt, der angesichts der Orchideenwiesen oftmals beweinen mußte, daß er sein Makro zu Hause gelassen hatte. Dafür konnte er uns mit schönen Bildern von Trottellummen, Tölpeln, Tordalke, Krähenscharbe und Papageientauern erfreuen.
Danach sammelte Sandra die „Gorillahandies“ ein.
Um 12:20 begann der Tagesordnungspunkt Jahresplanung mit der Nachlese der letzten Veranstaltungen. Sandra brachte ihre Begeisterung über die Bar-B-Q Aktion bei Dagmar und Josef zum Ausdruck. Es war gemütlich und es gab viel Gelegenheit sich auch besser kennenzulernen. Josef erklärte sich bereit auch nächstes Jahr wieder ein fotografisches Grillen im Forst am Müggelsee zu veranstalten. Josef klärt ab, ob der 27.8.2011 möglich wäre.
Bernd berichtet von der GDT-Mitwirkung beim kürzlichen Tag der Artenvielfalt im Ökowerk, der anstelle des Herbstfests stattfand: es war eine traurige müde Veranstaltung, die Vorträge waren schlecht besucht. Fazit: es hat sich nicht gelohnt und der zeitliche bzw. personelle Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Armin kritisierte die Bewerbung der Veranstaltung. Martin bestätigte den Eindruck von vielleicht 100 Leuten über den ganzen Tag auf dem Gelände. Er berichtet, Andreas Meissner als Organisator habe das Konzept umgeplant und das Herbstfest zum Tag der Artenvielfalt gemacht, um mehr Pädagogik reinzubringen, was wohl nicht wirklich erfolgreich war. Martin findet solche Veranstaltungen für die Außenwirkung der GDT dennoch sehr wichtig, aufgrund der Möglichkeit Interessenten für die GDT zu gewinnen. Dennoch, es herrschte Konsens, daß so etwas nichts bringt, wenn zu wenig Leute kommen. Fazit: die Veranstaltung macht für uns nur Sinn im Rahmen eines Herbstfests. Bernd und Ralph werden bei der Veranstaltungsform wie zuletzt nicht mehr mit Vorträgen mitmachen.
Bernd schlug vor, die GDT Veranstaltung an eine der Veranstaltungen am Botanischen Garten Potsdam anzudocken, da dort ideale Bedingungen herrschen (Räumlichkeiten, Ausstellungsmöglichkeiten) und auch neues Publikum erschlossen werden kann. Bernd erklärte sich bereit auf Anfrage die Möglichkeiten abzuklären.
Martin und Antje schlagen auch eine Präsentation auf dem langen Tag der Stadtnatur vor und es kommt auch die Idee auf am Berliner Botanischer Garten eine Veranstaltung zu machen, da dort angeblich auch Interesse an Fotografieveranstaltungen vorhanden ist und passende Räumlichkeiten vorhanden wären.
Danach ging es um die Planung künftiger Exkursionen: die erste zur Steinmühle in Carpin bei Neustrelitz im Müritz Nationalpark (letztes April WoE) organisiert wieder Claudia Müller von der RG Meckpomm und alle Brandenburger sind herzlich eingeladen.
Unser Winterexkursion soll in die Sächsische Schweiz mit ca. 25 Personen stattfinden. Das geplante Datum ist vom 11.-13.02.11. Ralph klärt ab, was es dort für Unterkunftsmöglichkeiten gibt und macht dann eine E-Mail Umfrage wer mitfahren möchte.
Alle, die nicht im E-Mail Verteiler sind und mitfahren wollen sollen dazu bitte eine Mail an Sandra schreiben, die den Verteiler dann an Ralph weitergibt.
Das RG-Frühjahrstreffen findet am 12.3.11, das RG-Herbsttreffen 26.11.11 statt.
Martin erinnerte dann noch an die dräuende Präsentation der RG in Lünen im Oktober 2013 und daß dazu die Beamershow fertig sein müsse. Birgit berichtete, daß die Themen- bzw. Bedarfsliste schon mal im Verteiler versendet worden waren, es aber nur wenig Rückkopplung gab. Die Mail wird daher nochmal herumgeschickt. Melanie regte an, daß wir uns auch nochmal über ein Konzept Gedanken machen sollten, das vom Jahreszeitenschema abweicht, das z.B. nach Regionen vorgeht. Volker merkte dazu an, daß das Konzept Stadt vs. Land schon als Arbeitskonzept festgelegt war. Über den Server der Regionalgruppenseite sollte nun ein Forum für die RG eingerichtet werden, über das gemeinsame Aktionen zum Erzeugen von Beamershowbildern einfacher als per E-Mail organisiert werden können. Marc kümmert sich darum.
Nach der Mittagspause ging’s weiter mit dem Wettbewerb mit 42 Bildern von der Güstrow-Exkursion. Die Nachlese ergab, daß es eine gelungene abwechslungsreiche Exkursion mit starker Beteiligung unserer RG und leider nur geringer Beteiligung der RG Meckpomm war. Der Bilderabend sollte künftig mit weniger Bilder pro Fotograf/in durchgeführt werden (nur 5 pro Person), damit mehr Zeit zur Diskussion bleibt.
Eine kurze Diskussion zur Uhrzeit des Beginns des Regionalgruppentreffens ergab, daß wir bei 10:30 bleiben wollen, aber versuchen die Mittagspause zu verkürzen.
Künftig sollen die Wettbewerbsbilder vorher per E-Mail als Präsentationsdateien (1040 Pixel breit, 1050 Pixel hoch) an Martin geschickt werden, um Martin auch die Möglichkeit eine Mittagspause zu geben.
Danach, um 15:00, hält Volker den ersten Teil seines sehr erhellenden Vortrags über Farbmangement. In diesem ersten Teil ging es um Farbräume und den Konsequenzen des Wechsels von große in kleine Farbräume. Wir warten schon gespannt auf den 2. Teil.
Um 15:40 begann Michael Dieke seinen naturfotografischen Bericht einer Reise nach Ost-Anatolien in einer interessanten vielfältigen Beamershow .
Um 16:45 kam es zur im Spannung erwarteten Auswertung des Wettbewerbs.
Hier das Ergebnis:
Platz 10, 44 Punkte, Ralf Stein
Platz 9, 45 Punkte, Jürgen Bienert
Platz 8, 46 Punkte, Ralph Gräf
Platz 7, 49 Punkte, Martin Mildenberger
Platz 6, 50 Punkte, Ralph Gräf
Platz 5, 53 Punkte, Armin Preussler
Platz 3, 54 Punkte, Axel Schmoll
Platz 3, 54 Punkte, Martin Mildenberger
Platz 2, 57 Punkte, Ralph Gräf
Platz 1, 65 Punkte, Michael Dieke
Danach gab’s noch außerhalb des Wettbewerbs ein paar Fotos von der Güstrow-Exkursion von Michael Dieke und Ralph Gräf, was dann zum letzten Punkt des Progamms überleitete, nämlich der lebhaften Bildbesprechung, für die diesmal zum Glück reichlich Zeit blieb.
Den Anfang machte Klemens Karkow, der Bilder zeigte, die beim Havelurlaub im Sommer in der Gegend eines Renaturierungsprojekts des NABU zwischen Rathenow und Havelberg entstanden waren. Bernd präsentierte Bilder vom Robben durch’s Laub mit dem Makroobjektiv, von Pilzlis, die sonst immer übersehen werden und faszinierende Mikrofotografie aus dem mikroskopisch technischen Kurs der Uni Potsdam. Melanie traute sich erstmals in die Diskussion und zeigte uns gesammelte Werke aus dem Umland mit Vögeln, Insekten und Landschaften sowie spannende Bilder von Natur in der Stadt. Dies wurde gefolgt von Ralf Stein, ebenfalls mit anregenden gesammelten Werken mit Landschaften, Vögeln und Makros, gewürzt mit ein paar Steinböcken und Antilopen.
Zum Abschluß zeigte uns Martin noch eine interessante Funktion für Quicktime-Nutzer am Mac. Dort kann man mit der Funktion Bildschirmfilm z.B. sehr schön mit Google Earth abgefahrene Satellitenbildlandschaften für Präsentationen „abfilmen“. Danach bekamen wir noch ein paar anregende und teilweise bewegte Bilder von ihm aus dem Laufe des Jahres zu sehen und Anregungen für die Herstellung von Filmen und Fotos aus der Luft mit Hilfe von Modellflugzeugen.
Der Ausklang des anregenden Tags fand wie immer beim Italiener bei Bier, Wein und Pizza statt.
Einmal Brocken und zurück…
Text und Bilder: Sebastian Sczepanski
Exkursion: Brocken, 12. - 14.02.2010
Von der Aussicht einer einzigartigen Winterlandschaft ließ sich unsere GDT-Regionalgruppe am Freitag, den 12. Februar 2010, nach Schierke an den Fuß des Brockens locken. Die Aussicht motivierte, so dass wir uns, mit Fotoausrüstung und mehreren Schichten Kleidung ausgestattet, in Kleingruppen von Berlin, Potsdam und Magdeburg aus in den winterlichen Harz aufmachten.
Während die ersten GDTler bereits gegen Mittag vor Ort die Umgebung erkundeten, gehörte ich mit Melanie, Katja und Micha zu einer der Gruppen, die erst nach Sonnenuntergang und einer schneereichen und rutschigen Fahrt an der Jugendherberge ankamen. Am ersten Abend stand vor allem das Wiedersehen an oberster Stelle und wir konnten in unserem Gruppenraum schöne Bilder von Helgoland, dem Hainich und von der Havel anschauen.
Eine dichte Wolkendecke vereitelte am nächsten Morgen unser eigentliches Ziel, den Sonnenaufgang vom Brocken aus fotografieren zu können, so dass wir erst drei Stunden später als geplant um 8:30 Uhr den Aufstieg wagten. War die Brockenstraße zum Gipfel am Freitag für Wanderer gesperrt, konnte uns unsere Nationalpark-Rangerin heute erfreulicherweise Entwarnung geben und einem elf Kilometer langen Aufstieg mit 600 zu überwindenden Höhenmetern stand außer unserer Ausdauer nichts mehr im Weg. Dabei vertrauten die meisten von uns die Kameraausrüstung ihrem Rücken an. Nur Martin spannte seinen Rucksack entspannt auf einen Schlitten, den er schließlich hinter sich her gen Gipfel zog. Er spekulierte wohl auf schöne Gefälle beim späteren Abstieg vom Gipfel.
Bereits nach wenigen hundert Metern packten die Ersten ihre Kameras aus, denn Schnee in den Fichtenforsten unten am Wegrand oder der erste Bachlauf luden auf eine Suche nach dem richtigen Ausschnitt ein. So kam es, wie es immer kommt: Die Gruppe zerstreute sich. Während am hinteren Ende noch fleißig fotografiert wurde, näherten sich die Vorderen immer weiter dem Gipfel. Mit zunehmender Höhe verwandelte sich dabei der Wald allmählich in eine Märchenlandschaft aus Fichten, abgestorbenen Bäumen und sehr viel unberührten Schnee. Und am Gipfel sollten sie schließlich stehen: die krüppeligen Fichten, die das ganze Jahr den widrigen Wetterbedingungen in unwirtlicher Höhe trotzen. Besonders jetzt im Winter sind sie voller Schnee und bilden die merkwürdigsten Gestalten. Wir sahen sie jedoch fast nur im dichten Nebel; schemenhaft erschienen sie am Rande des Weges. Es lohnte sich einfach nicht, die Kamera rauszuholen.
So kam es, dass Einige von uns nach der kurzen Rast bei Kaffee, Tee, Apfelstrudel und heißen Würstchen in der Brockenstube bereits den Abstieg in Angriff nahmen, um im lichten Wald unterhalb des Gipfels auf Motivsuche zu gehen. Einmal dem Fotowahn verfallen, verging die Zeit schnell und so fand ich mich schließlich allein auf halber Strecke nach unten wieder. Die Sonne war gerade untergegangen und meine kleine Gruppe mit Armin, Klemens und Florian hatte sich scheinbar in Luft aufgelöst. Da die Brockenstraße aber der einzige geräumte Weg war, war ein Verlaufen unmöglich. Es war menschenleer und der Wald lag in ein wunderschönes, blaues Licht getaucht da. Ein traumhaftes Erlebnis.
So menschenleer wie es eine Zeit lang schien, war es aber doch nicht: Am Horizont erschien plötzlich ein Schlitten. Es war Martin, der jedes Gefälle mit dem von mir auf dem Aufstieg noch belächelten Schlitten nutzte. Wir legten die letzten sechs Kilometer gemeinsam zurück und wanderten durch die einbrechende Dunkelheit durch eine scheinbar unberührte Naturlandschaft nach Schierke hinunter, wo wir gegen 19:30 Uhr ankamen.
Nach einer Stärkung fanden wir uns wie am Vorabend zum Bilderschauen im Gruppenraum zusammen, wobei diesmal natürlich die fotografischen Ergebnisse des heutigen Tages auf dem Programm standen.
Am folgenden Tag sahen wir sie dann das erste Mal: die Sonne. Und wieder warf sie unsere Pläne durcheinander, diesmal jedoch durch ihre Anwesenheit. Nachdem eigentlich das Ilsetal Ziel unserer heutigen Tour sein sollte, entschied sich der Großteil der Gruppe angesichts des blauen Himmels spontan dazu, abermals den Brocken zu erklimmen. Wobei sich nur die wenigsten zutrauten, den Berg ein weiteres Mal zu Fuß zu bezwingen und lieber mit der nostalgischen Brockenbahn hinauf fuhren. Oben angekommen hatte es zwar wieder etwas zugezogen, dennoch herrschte ein ganz anderes Fotolicht als am Tag zuvor, so dass wir es nicht bereuten, ein weiteres Mal hier oben zu sein.
Wieder daheim, waren sich alle einig: Dies war nicht die letzte Harztour in diesem Jahr. Die ersten Planungen für den Frühsommer sind schon in Angriff genommen. Der Nationalpark hat uns alle in seinen Bann gezogen.
Sebastian Sczepanski
Impressionen gibt es hier: http://www.micha-dieke.de/_temp/harz_gdt/
Geister auf dem Hexenberg
Text und Bilder: Klemens Karkow
Exkursion: Brocken, 12. - 14.02.2010
Berlin lag seit Wochen unter einem dicken Eispanzer begraben. Die Sonne hat sich in dieser Zeit nur einmal kurz gezeigt. Man ist froh, die Zeit bisher ohne Knochenbrüche überstanden zu haben. Nichts wünscht sich der begeisterte Hobby-GDTler mehr, als den Frühling. Doch es gibt einen Lichtblick am Naturfotografenhimmel: Die seit langem geplante Harzexkursion der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe.
Der Wetterbericht verheißt nichts gutes, jedenfalls wird dringend von Autofahrten abgeraten. Wir prüfen, ob die Schneeketten im Auto sind, packen genügend Vorräte ein und erreichen nach einer streckenweise etwas abenteuerlichen Fahrt das tief verschneite Schierke am Fuße des Brockens. Unsere Schneeketten kommen zum Glück erst auf dem Parkplatz zum Einsatz, als nichts mehr vor und zurück geht. Dann zieht es uns sofort nach draußen, um die ersten Eindrücke vom winterlichen Fichtenforst zu sammeln. Doch das Licht schwindet schnell und so bleibt neben den ersten Aufwärmübungen mit der durchs lange liegen schon etwas verstaubten Kamera vor allem die Freude auf die kommenden beiden Tage.
Da kein Sonnenaufgang auf dem Brocken zu erwarten ist, beginnen wir am Samstag ganz gemütlich nach dem Frühstück den Aufstieg zum höchsten Berg Norddeutschlands. Kaum haben wir Schierke auf der frisch geräumten Brockenstraße verlassen, finden wir Großstädter uns in einer schier unglaublichen Vielfalt an Motiven wieder. Die Ersten verlieren schon den Anschluß an die Gruppe, die hier noch recht Zielstrebig Richtung Gipfel unterwegs ist. Je höher wir kommen, desto interessanter werden die Motive, denn der Wald wird lichter und die Bäume immer kleiner.
Im dichten Nebel erreichen wir schließlich den Gipfel. Gespenstisch wirken die völlig mit Schnee überzogenen Bäume. Die Phantasie dichtet die verschiedensten Tiergestalten in die Schneeskulpturen. Die Zeit vergeht wie im Flug, doch irgendwann meldet sich dann unerbittlich die Kälte in den Knochen. Welch ein Luxus, mal eben zum Aufwärmen die Brockengastronomie nutzen zu können. Und nach einer wunderbaren Pause finden wir uns draußen sofort wieder mitten in der Motiv-Vielfalt. Kein Wunder, das wir viel zu früh von der Dunkelheit eingeholt werden und noch lange bis zur Jugendherberge laufen müssen.
Der nächste Morgen überrascht uns mit blauem Himmel und Sonnenschein, tja – den Sonnenaufgang haben wir wohl verpasst. Wir werfen unsere Tagespläne um und es zieht uns ein weiteres Mal auf den Gipfel – mit der Hoffnung auf neue Lichtstimmungen. Oben angekommen (diesmal mit der Brockenbahn, denn Beine und Füße waren vom Vortag noch sehr müde) finden wir uns jedoch im dichten Nebel wieder. Das Wetter wechselt schnell auf dem Gipfel. Letztendlich reißt der Nebel aber immer wieder auf und selbst die Sonne zeigt sich kurz und erlaubt ein paar völlig neue Sichtweisen auf die Brockengeister. Am Ende des Tages sitzen wir dann in der Abenddämmerung wieder in der Brockenbahn. Begeistert von den Eindrücken der letzten Tage schmieden wir bereits die Pläne für die nächste GDT-Exkursion.
Klemens Karkow











