Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V.

Europäischer Naturfotograf des Jahres 2001
Alain Jacot (Schweiz)

Der 29-jährige Schweizer arbeitet als Biologe an der Universität Bern im Bereich der Verhaltensökologie. Sofern es die Forschung für seine Doktorarbeit über die Feldgrille zulassen, verbringt er jede freie Minute draußen mit der Kamera.

Seit er 1992 das erste Mal in Ostafrika war, hat ihn die faszinierende Tierwelt der Masai Mara nicht mehr losgelassen. Sechs weitere Reisen führten ihn in das Gebiet, das er mittlerweile sehr gut kennt. Nur so war es auch möglich, dass er 1999 den richtigen Moment und den entscheidenden Augenblick für seine spektakuläre Aufnahme vorausahnen konnte.

"Gnus am Mara River"

Alain Jacot wusste, dass an dieser Stelle Unmengen von Gnus bei ihrer jährlichen Wanderung den Fluss überqueren würden. "Der Ausstieg am Fluss ist wie ein Flaschenhals", berichtet er, "und zwei Tage zuvor wurden hier einige hundert Gnus von ihren panischen Artgenossen zu Tode getrampelt. So konnten die nachfolgenden Tiere nur weiter flussab die Überquerung wagen, und das nur nach einem spektakulären Sprung vom 5 Meter hohen Steilufer. Eine solch dramatische Massenüberquerung wie an diesem Tag hatte ich noch nie erlebt!"

Die Aufnahme entstand vom Dach des Landrovers aus, mit dem Alain unterwegs war. Er verwendete eine Nikon F90x mit AF-S Nikkor 2.8/ 300mm und 2-fach Konverter. Als Filmmaterial kam der Fuji Provia 100F zum Einsatz.
Alain Jacot hat sich bei seiner Fotografie im Ausland ganz auf Afrika spezialisiert. Seine eigentliche Leidenschaft gilt dort aber der Vogelwelt, wobei es wichtig für ihn ist, nicht nur naturalistische Aufnahmen zu erstellen, sondern auch expressionistische Elemente wie Bewegung in seine Bilder einfließen zu lassen.
Für Alain Jacot ist dies der erste große Erfolg bei einem Wettbewerb.